[VW Passat 32b][Liquid Glass Legend] Der Wind frischt auf!

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    • [VW Passat 32b][Liquid Glass Legend] Der Wind frischt auf!

      Liebe Autopflegefreunde,

      seit einigen Wochen bewege ich mich ja nun auch angemeldet hier im Autopflegeforum und daher wollte ich nun euch auch mal mein erstes "Show it off" zeigen.

      Erst einmal ein paar Daten zum Auto:

      • Fahrzeug: VW Passat 32b, Sonderausstattung Trophy
      • Farbe: Sonderlackierung Dunkelblau metallic, die es nur bei der Ausstattung Tramp und Trophy gab
      • Erstzulassung: 05. Mai 1987, bekommt also in ca. 2,5 Jahren ein H- Kennzeichen
      • Laufleistung: 293.000 km
      Mein guter Freund Alex hat sich diesen Wagen vor einigen Monaten als Autobegeisterter gekauft. Mit diesem Modell sind bei ihm einige Kindheitserinnerungen verbunden, da seine Eltern ihn früher schon als kleiner Junge in diesem Modell, jedoch in Weiß, durch Bonn und Umgebung gefahren haben. Dementsprechend fühlte ich mich geehrt, dass er dieses Auto, in dem für ihn viele schöne Erinnerungen und für einen Studenten auch viel Geld stecken, mir anvertraut. Demütig, dass dieses Auto mit diesem Alter und dem entsprechenden Wert für Alex in meine Hände gegeben wird, habe ich bereits Wochen vorab hier bei uns im Autopflegeforum sehr viel und ausführlich belesen, da wir z.T. Arbeitsgänge auf dem Zettel hatten, die für mich eine Premiere werden sollten. Alex und ich haben uns extra zwei Tage Urlaub für diese Aktion genommen.

      Noch bis kurz vor der Aufbereitung war nicht sicher, ob der Passat überhaupt fahrbereit wird. Über mehrere Wochen war der Wagen beim Restaurator, der sich im ersten Schritt um den Rostbefall an Endspitzen, Tankstutzen und Radlauf hinten links gekümmert hat. Viel nervenaufreibender war jedoch der kaputte und gerissene Zylinderkopf und ein paar weitere "Überraschungen", die ich aufgrund des Umfangs nicht alle aufzählen will. Näheres findet man unter tuningmitstil.de. Kurz gesagt: Erst vier Stunden vor Beginn der Aufbereitung war der Passat überhaupt wieder fahrbereit. Alex hat sich dann umgehend auf den Weg gemacht, um von Bonn zu mir nach Iserlohn zu kommen.

      Vor mir zeigte sich dann am Donnerstagabend dieser schöne Passat:
























      Auf dem Lack gaben Grauschleier, gerade Waschanlagenkratzer. Große Lackdefekte speziell auf der Motorhaube sich keine Mühe sich zu verstecken. Die unlackierten Kunststoffleisten auf den in dieser Ausstattungsvariante lackierten Stoßstangen waren von der Sonne ausgeblichen und fleckig. Hier steckten wir uns dann auch das Ziel das Maximum herauszuholen, wohlwissend keinen Neuwagen aus dem bald historischen Passat machen zu können und die Lackdefekte mit unseren Mitteln nicht beheben zu können.

      Somit konnte es losgehen mit dem ersten von vielen Schritten, der Fahrzeugwäsche. Hierzu wurde folgendes verwendet:

      Werkzeuge und Mittel für die Fahrzeugwäsche
      • 2x Wascheimer (3,5 Gallonen), jeweils mit Grit Guard Eimereinsatz Gamma Seal Lid Deckel
      • Gloria FoamMaster FM50 Schaumsprüher
      • 2x FIX40, einmal als klassischer Waschhandschuh und einmal als Waschtuch in Größe L
      • EZ Detail Brush / Daytona Speedmaster High End Felgenbürste
      • Drucksprüher Master 2000
      • Schweller-Bürste von Petzoldt (Artikelnummer 92180)
      • ValetPRO chemical resistant Brush/Pinsel mit Holzgriff
      • destilliertes Wasser
      • Leitungswasser
      • ValetPRO Advanced Neutral Snow Foam
      • ValetPRO Classic All Purpose Cleaner
      • Petzoldt's Felgenreiniger
      • SONAX GlanzShampoo Konzentrat
      Diverse weitere Werkzeuge haben wir zwar mitgenommen, aber effektiv dann nicht gebraucht. Den FM50 hatte ich bereits vorab in der Aufbereitungshalle mit drei Litern destilliertem Wasser und 60 ml ValetPRO Advanced Neutral Snow Foam für eine 1: 20 Mischung befüllt. Für die Schaumbildung habe ich die rote Patrone benutzt.





      Erst einmal schön einschäumen:




      Kurz darauf sind ein paar "Ecken" mit dem chemieresistenten Pinsel nochmal aufgeschäumt worden. Anschließend haben wir nach Einwirken des Schaums das Auto einmal komplett abspült. Nächster Schritt war die Felgen mit dem Speedmaster und dem Felgenreinger zu bearbeiten. Leider stellte sich dabei heraus, dass der Speedmaster etwas zu groß für die BBS Felgen war, die Mini- Variante wäre sicherlich einfacher und effektiver gewesen. Wieder eine Erfahrung mehr! Der Felgenreinger zeigte allerdings seine sehr gute Wirkung, von der ich immer wieder begeistert bin. Parallel hat Alex die Bereiche der Türaufhängungen, Tankklappe und Heckklappenscharniere mit der 1:10 AllPurposeCleaner- Mischung eingesprüht und anschließend mit viel Wasser aus dem Drucksprüher abgespült. Anschließend wurde das Auto wieder einmal komplett abgespült.

      Nächster Schritt war dann die klassische Zwei- Eimer- Wäsche, die Alex und ich uns in Fahrzeug-hälften aufgeteilt haben. Da wir auch wirklich alles, sprich auch Wachsreste etc., aus dem Lack herauslösen wollten, haben wir die empfohlene Dosierung des Sonax Shampoos von 1:250 auf 1:125 verdoppelt. So konnten wir uns sicher sein, dass die Tenside in Verbindung mit der FIX40-Faser einiges an Pflegemitteln herauswaschen. Das günstige Shampoo haben wir genommen, da es für uns nur den reinigenden Effekt haben soll und somit völlig ausreicht.

      Das war dann das Ergebnis nach dem etwa zweistündigem Waschen:


      Sofort nach dem Waschen ging es in meine Aufbereitungshalle. Hier hatten wir seeeeeehr viel Platz, da das sonst dort parkende Wohnmobil unterwegs war. Dadurch konnten wir großzügig ums Auto herum arbeiten. Dann haben wir noch die Batterie abgeklemmt, damit sich Kriechströme bis zum nächsten Morgen verflüchtigen konnten. Dann noch die Kennzeichen inkl. Halterung abmontiert und dann war aufgrund des erlebnisreichen Tages um ca. 22 Uhr Feierabend!



      Am Freitagmorgen um 9.30 Uhr haben wir dann uns die erste Arbeit aufgeteilt. Alex übernahm die Lackreinigung und knetete das Auto komplett ab, ich übernahm die Motorwäsche (meine Premiere).

      Werkzeuge und Mittel für die Motorwäsche:
      • ValetPRO chemical resistant Brush/Pinsel Kunststoff
      • Meguiars Engine Clean G148
      • ValetPRO Classic All Purpose Cleaner 1:10
      • viele Plastiktüten
      • Drucksprüher Master 2000
      • KompressorEinhell Airtech Euro 2200-1
      So sah der Fünfzylinder am Anfang aus:










      Das ist noch ein richtiger Motor, bei dem man alles arbeiten sieht und hört wenn er an ist. Und erst der Klang! Über Nacht war der Motor kalt geworden. Die Batterie war abgeklemmt, damit es keinen geschlossenen Stromkreis mehr gibt. Leider ist dabei einen Ringkabelschuh von der Pluspolklemme abgerissen. Batterie, Verteilerkappe, Lichtmaschine und Massekontakte sind daraufhin wasserdicht mit Plastiktüten eingepackt worden. Ziel bei der Motorwäsche war es, so wenig Flüssigkeit wie möglich zu verwenden, damit der grad vor einem Tag wiederbelebte Motor ja keinen Schaden nimmt. Dementsprechend habe ich, entgegen der Anleitung vom Engine Clean den Motor nicht großzügig abgespült, sondern ihn mit dem Drucksprüher vorsichtig mit etwa 500 ml Wasser fein benetzt.

      Postwendend kam das Engine Clean hinterher, das ich allerdings nur auf den großen Flächen direkt aufgesprüht habe. Für kleinere Flächen habe ich das Engine Clean direkt in den ValetPRO- Pinsel gesprüht und dann auf den Motor aufgetragen. Dies dauert zwar lange, aber ich war lieber etwas vorsichtig und gründlich.






      Hier einmal der gesamte, mit dem Pinsel eingeschäumte Motor:


      Natürlich durfte die Motorhaube nicht fehlen. Hierzu kam wieder der AllPurposeCleaner in der 1:10 Mischung zum Einsatz. Hier ein paar Bilder der Motorhaube, links bearbeitet und rechts unbehandelt:





      Leider waren einige Verdreckungen in den Holmen der Haube und auf den Domlagern so fest, dass diese leider weder mit dem Engine Clean, noch mit dem AllPurposeCleaner zu entfernen waren.

      Nachdem alles 2-3 Mal komplett eingeschäumt war, habe ich mit etwa ein Liter Wasser aus dem Drucksprüher alles in einem feinen Nebel von dem Motor gespült.

      Werkzeuge und Mittel fürs Kneten:
      • 100g blaue Reinigungsknete von Petzoldt
      • DODO JUICE Born Slippy als Gleitzusatz


      Für die Lackreinigung via Knete hat Alex die blaue Reinigungsknete erst einmal handwarm durchgeknetet, damit diese schön weich wurde. Beim Kneten zeigte sich, dass der Lack überraschenderweise relativ wenig Einschlüsse hatte. Schon beim Waschen aller "liegenden" Flächen war mir dies positiv aufgefallen. An den Schwellern und den unteren Ende der Türen zeigten sich dann aber doch die Einschlüsse.


      Das Born Slippy und eine schon alte Reinigungsknete scheinen sich nicht so gut zu vertragen: Die Knete wurde etwas spröde und
      blass. Nach dem Kneten kam diese Reinigungsknete direkt in die Tonne, sie hatte an genug Autos Ihren Dienst erwiesen. Ein kurzer Nachtest mit einer neuen Knete zeigte aber, dass die Leistung in Ordnung war und keine Rückstände mehr vorhanden waren. Um das Born Slippy wieder vom Auto herunter zu bekommen, hat Alex den Passat mit einem Schlauch komplett abgespült und danach mit dem Orange Drying Towel getrocknet. Hier ein paar Bilder zwischen Abspülen und Trocknen.








      Danach wurde der Passat wieder in die Halle geschoben, damit wir weiter arbeiten konnten (Batterie blieb nach wie vor abgeklemmt). Zurück in der Halle kam der Kompressor zum Einsatz, mit dessen Hilfe ich den Motor auch in der kleinsten Ritze wieder trocken gepustet habe.

      Dann war es schon Mittag und der nächste Autobegeisterte kam, nämlich Henning aus Kassel mit seinem Octavia Scout, den er auch etwas pflegen wollte. Ich hatte Henning versprochen sich an meinem Pflegeregal austoben zu dürfen. Kurz nachdem Henning da war, kam auch meine Schwester von der Uni zurück und bot an, dass wir das grad sonnige Wetter für ein paar Rolling Shots nutzen, um die Alex meine Schwester noch am Vorabend gebeten hatte. Gesagt, getan. Also die Batterie und die Kennzeichen wieder an den Passat und mit dem Roomster als mobilen Blitzer zu einer abgelegenen Landstraße. Dort habe ich an Hennings Octavia aufgrund der etwa 160km langen Fahrt zu uns nach Iserlohn die Front mit Meguiars Wash & Wax Anywhere eingesprüht, welches Henning mit dem Petzoldt's superflauschigen Microfaser-Poliertuch 2.0 weggerieben hat. Somit war die Front fototauglich, den Rest kann meine Schwester über Photoshop retuschieren. Hier die Rolling- Shots der beiden:




      Nach den Rolling- Shots sind wir dann mit dem Equipment von der Passat Wäsche wieder zur acht Kilometer entfernten Waschanlage gefahren, in der der Octavia von uns dreien gewaschen wurde. Zurück von der Wäsche hieß es wieder Kennzeichen ab. Beim Passat auch wieder die Batterie für das spätere Konservieren des Motors.

      Nun konnten wir uns wieder voll dem Passat zuwenden. Es hieß nun Vorbereitungen für die Polituren zu treffen, sprich
      • Lackschicht messen
      • alles abkleben, was keine Politur abbekommen soll
      • die strukturierten und lackierten Teile der beiden Stoßstangen behandeln, sollte etwas von den Polituren daneben gehen
      Werkzeuge und Mittel für die Vorbereitung:
      • HPX Masking 4400 Tape Premium 6 mm breit
      • HPX Masking 4400 Tape Premium 19 mm breit
      • Lackschichtmessgerät Etari ET-111
      • Meguiars Wash & Wax Anywhere
      • Petzoldt's superflauschigen Microfaser-Poliertuch 2.0
      Die Lackschichtmessung ergab einen Bereich von 300 bis hin zu 1660µm :shckd: am restaurierten Tankstutzen, also mehr als genug Potenzial für Polituren per Hand.


      Mittendrin ging uns das 19mm breite Tape aus, Klebeband war auch das einzige an das ich in der Vorbereitung nicht gedacht habe. 8o Also hieß es den Rest mit dem 6mm Tape zu füllen und ansonsten sehr vorsichtig zu arbeiten.


      Im Abklebe- Wahn, habe ich dann an Hennings Octavia schon einen Testspot abklebt, obwohl er seinen Octavia noch nicht einmal geknetet hatte. =)


      Alex hat in der Zwischenzeit mit dem Wash & Wax die Bereiche der beiden Stoßstangen wieder aufgefrischt. Nun ging es an die Werkzeuge und die Polituren. Hierzu der Testspot auf der Motorhaube.

      Die erste Wahl fiel auf die Reinigungspolitur für Hand & Excenter von Petzoldt und dem weißen Polishing Pad von Lake Country in
      Verbindung mit der Handpolierhilfe. Das Ergebnis passte, leider haben wir hinterher kein Foto hingekommen, bei dem man die Lackkorrektur und das Verschwinden der Kratzer gut sah. 8o

      Werkzeuge und Mittel für die erste Politur:
      • 2x Lake Country Handpolierhilfe
      • 2x weißes Polishing Pad von Lake Country
      • Petzoldt's Reinigungspolitur für Hand & Excenter
      • 6x Petzoldt's weiches, blaues Profi-Microfasertuch


      Die Politur haben wir im Kreuzstrich über den Lack verteilt, wobei an den beiden Lackdefekten auf der Motorhaube sehr vorsichtig poliert wurde. Die erst vor zwei Wochen lackierten Bereiche der Endspitzen und Tankstutzen haben wir komplett ausgelassen. Hier wollten wir lieber nicht mit der harten Politur polieren, zumal der Lack an diesen Stellen noch einwandfrei war.





      Das Ergebnis nach der ersten Politur:


      Das Ergebnis war schon ganz zufriedenstellend, jedoch sollte was Glanz und Haptik angeht noch mehr Potenzial da sein. Somit kam Politur Nummer 2.

      Werkzeuge und Mittel für die Feinpolitur:
      • 2x Lake Country Handpolierhilfe
      • 2x orangenes Light Cutting Pad von Lake Country
      • Meguiars Ultra Finishing Polish #205
      • 6x Petzoldt's weiches, blaues Profi-Microfasertuch


      Durch diesen Poliergang hat der Lack schon richtig an Glanz zugelegt. Wir hatten uns also das abendliche Grillen redlich verdient. Da das Wetter sehr unbeständig war, saßen wir in der Halle bei unseren Autos und grillten auf dem Elektrogrill.


      Hier mal ein Bild von der Gesamtsituation:


      Im Hintergrund sieht man noch den Peugeot 208 meiner Freundin, der gewaschen und geknetet auf eine Folierung in der kommenden Woche wartete.

      Bei Alex konnte man sich bei diesem Bild nicht sicher sein, war es der immer besser werdende Passat oder waren es die Dämpfe der vielen Pflegemittel?? öq^


      Nach der Stärkung war es dann auch schon etwa 20 Uhr, dennoch wollten Alex und ich noch den finalen Polierdurchgang vollenden. Henning war trotz Anreise inklusive Staus noch fit, also gingen wir wieder an die Arbeit.

      Werkzeuge und Mittel für die finale Hochglanzpolitur:


      Da die Premium Hand-Glanzpolitur aus einer schleifmittelfreien Rezeptur besteht und rein chemisch wirkt, darf diese nicht eintrocknen. Somit haben Alex und ich quasi Schulter an Schulter gearbeitet. Ich habe wieder im Kreuzstrich aufgetragen, Alex hat die Politur sofort wieder aufgenommen und hochglanzpoliert.












      Dann kam auf einmal von Henning der Hinweis für den festsitzenden Dreck unter der Haube und auf den Domlagern: Nevr Dull! :shckd: Diese amerikanische, getränkte Polierwatte habe ich noch aus meinen Oldtimerzeiten im Regal stehen gehabt, sie aber immer nur für Chrom oder poliertes Metall als Finish benutzt.


      Henning wiederum meinte, dass die Watte auch Dreck löst. Daraufhin haben Alex und ich diesen Hinweis in die Tat umgesetzt und siehe da! In Verbindung mit dem Wash & Wax Anywhere von Meguiars kam dieses Ergebnis dabei herum:






      Wahnsinn, was die Watte bewirkt hat! Somit hatten wir eine vernünftige Basis für die Motorkonservierung.

      Werkzeuge und Mittel für die Motorkonservierung:
      • Meguiars Engine Dressing G173
      • alte, aber saubere Wegwerflappen
      • viele Plastiktüten


      Die Motorkonservierung war sehr einfach. Die bekannten Teile habe ich wieder zum Schutz in Plastiktüten eingepackt, danach wurde einfach flächendeckend das Engine Dressing fein über den gesamten Motorraum genebelt. Für schwer zugängliche Stellen haben ich mit Lappen nachgearbeitet. Danach Haube zu und das Engine Dressing über Nacht einwirken lassen.

      Währenddessen hat Alex noch die BBS- Felgen in Kleinstarbeit mit unserer neuen Wunderwaffe Nevr Dull überarbeitet:

      Feierabend war am Freitag um 23.30 Uhr, wobei danach noch die an dem Tag gebrauchten Tücher, Schwämme etc. in die Waschmaschine kamen, damit Henning das versprochene Arsenal komplett ausnutzen konnte. Effektiv war dann um 00.40 Uhr Feierabend!

      Am Samstag Morgen ging es dann um 9.30 Uhr wieder los. Als erstes konnten wir uns nicht zurückhalten und machten die Motorhaube auf. Der Hammer! Leider haben wir vor lauter Begeisterung vergessen das Ergebnis zu fotografieren 8o , daher hier schon mal vorab zwei Finish- Bilder:




      Nachdem wir uns satt gesehen haben stand die Lackkonservierung auf dem Programm. Vor ein paar Wochen habe ich an meinem eigenen Roomster noch die Verarbeitungen von Cairbon CB33, Liquid Glass und Legend getestet. Nach dem Ergebnis zusammen mit einer persönlichen Beratung von Hartmut Petzoldt habe ich mich für das Legend entschieden. Ausschlaggebender Grund hierfür war der größte Schichtaufbau der drei Versiegelungen und der für mich schönste Glanzgrad.

      Werkzeuge und Mittel für die Hochglanzversiegelung:
      • Liquid Glass Pre- Cleaner
      • Liquid Glass Legend
      • Petzoldt's 2-lagiger Spezial-Auftragsschwamm
      • Petzoldt's superweiches, gelbes Profi-Microfasertuch
      • Petzoldt's superflauschiges
        Microfaser-Poliertuch 2.0


      Für die Versiegelung musste erst mit dem Pre- Cleaner der Lack nochmal gereinigt und chemisch vorbehandelt werden, was der Pre- Cleaner übernahm. Mit dem Schwamm auftragen, eintrocknen lassen, mit dem Microfasertuch abtragen fertig. Genauso gilt dies für die Versiegelung, von der wir insgesamt zwei Schichten aufgetragen haben.






      In der Zwischenzeit kam ein weiterer ŠKODA Freund,Frederik aus Arnsberg, zu uns. Er sollte im Innenraum später wahre Wunder vollbringen.

      Außen mussten wir noch die unlackierten Kunststoffleisten rund ums Auto zu pflegen. Dieser Kunststoff war, wie man auf den Ausgangsbildern sehen konnte von 27 Jahren Sonne stark ausgeblichen und fleckig. Um das beste Ergebnis zu erzielen, haben wir einen Test gemacht. Es traten zum Vergleich an:
      1. Surf City Garage Black MAX Kunststoffpflege
      2. Petzoldt's Premium Kunststoff-Pflege
      3. Meguiars Natural Shine Protectant
      4. Meguiars Ultimate Protectant - Dash & Trim Restorer
      Für den Test haben wir die Kunststoffleiste auf der Fahrerseite geviertelt und mit einem Auftragsschwamm eingerieben.










      Wir vier waren uns einig, dass das Meguiars Ultimate Protectant - Dash & Trim Restorer das beste Ergebnis brachte. Also ist alles mit einem kleinen Auftragsschwamm rund um das Auto auf alle unlackierten Kunststoffe in ausreichendem zeitlichen Abstand doppelt aufgetragen worden. Hier ein paar 50:50 Bilder:






      Jetzt fehlte noch das Glas. Die Scheiben des Passats waren doch ein wenig mitgenommen und von feinen Kratzern durchzogen. Um diese zumindest ein bisschen einzudämmen haben wir die Scheiben von innen und außen poliert. Und wenn man schon dabei ist, kann man die Scheiben auch direkt versiegeln.

      Werkzeuge und Mittel für die Glaspolitur und -versiegelung:

      • Lupus Applikator Pad
      • Nanolex Premium Glaspolitur
      • Cairbon Glasversiegelung CB44
      • weißes Frotteetuch




      Sauber! T^


      Direkt danach die Versiegelung


      Die Versiegelung haben wir mit dem weißen Frotteetuch auf die Scheibe gerieben, eintrocknen lassen bis ein Schleier entsteht und dann mit dem selben Tuch wieder auspoliert.

      Drei Punkte brachten die Außenarbeiten dann zum Abschluss. Es fehlte noch die Pflege der Gummidichtungen, die Reifenpflege und die Politur der Rückleuchten.

      Werkzeuge und Mittel für Gummi- und Reifenpflege, sowie Rückleuchtenpolitur:
      • Petzoldt's Gummipflege
      • Papiereinwegtuch
      • Lexol Premium Tire Shine
      • Meguiars Tire Dressing Applicator Pad
      • Petzoldt's dünne Spezial Lackreinigungs-Schwämme
      • Polierpaste von RotWeiss
      Die Gummipflege wird einfach auf das Tuch gegeben und dann mit der Fingerspitze auf den Dichtungen verteilt.

      Das Reifenspray ist auf das Applikator Pad gesprüht worden und dann auf der Reifenflanke verteilt worden.






      Auf die Politur der Rückleuchten war ich in der aktuellen Oldtimer Markt (August 2014) gestoßen. Dort hat Christian Petzoldt mit genau diesen Mitteln auch die Rückleuchten eines Oldtimers auf Vordermann gebracht. Die Rückleuchten vom Passat waren auch schon mal besser, daher war es ganz gut, dass wir das entsprechende Werkzeug hatten.




      Nun glänzt die Rückleuchte wieder!

      Somit waren wir von außen fertig! _BEE Nun konnten wir uns demInnenraum zuwenden.

      Als erstes kam wieder das Meguiars Ultimate Protectant - Dash & Trim Restorer für das Armaturenbrett zum Einsatz, welches Alex einfach mit dem selben Schwamm eingerieben hat.


      Nächster Schritt im Innenraum waren die Polster. Erst einmal wollten wir den oberflächigen Schmutz lösen.

      Werkzeuge und Mittel für die erste Polsterreinigung:
      • leistungsstarker Stihl- Industriesauger
      • Petzoldt's Universal- Reiniger für Kunststoff, Polster und Teppiche
      • Shampoonierbürste für Teppich- und Polsterreiniger (Petzoldt's Artikelnummer 83200)
      • Sonax XTREME Polster- & AlcantaraReiniger
      Zuerst wurden die Sitzpolster der Rückbank zur einfacheren und gründlicheren Bearbeitung vorab schon ausgebaut. Danach Industriesauger an und das ganze Auto einmal aussaugen. Zum Anlösen des Schmutzes hat Alex den Sonax XTREME Polster- & AlcantaraReiniger auf die Sitze gesprüht und mit einer 1:10 Mischung des Universal- Reinigers in der Shampoonierbürste eingearbeitet.






      Und dann war der Einsatz von Frederik und seiner Wunderwaffe gekommen, einem Kärcher Waschsauger SE 4001! Hiermit hat Frederik in der zweiten Runde der Polsterreinigung den tiefsitzenden Schmutz aus den Polstern geholt.

      Werkzeuge und Mittel für die zweite Polsterreinigung:
      • Kärcher Waschsauger SE 4001 inkl. dazugehörigem Reiniger


      Frederik übernahm dann die komplette Innenreinigung mit dem Waschsauger. Man konnte ganz deutlich erkennen, dass er mit dem Waschsauger schon häufiger gearbeitet hat. Hier ein paar Bilder vorher und während der Reinigung.
















      Frederik bei seiner Arbeit:


      Die Teppichböden unter den Fußmatten wurden natürlich auch gemacht.
      Vorher (Fahrerseite):


      Hinterher (Beifahrerseite):


      Hier ein Gesamteindruck hinterher:












      Das war das Dreckwasser, was aus dem Fahrersitz gelöst wurde. :shckd:


      Da sieht man wie viel Dreck sich in den Sitzen über Jahre sammelt, auch wenn diese sauber aussehen. Beeindruckend fand ich, mit wie wenig Wasser der Waschsauger für eine effektive Reinigung benötigt.

      In der Zwischenzeit hat Henning seine erste Politur am Octavia mit dem Meguiars #205 gemacht. Henning und ich haben dann an seinem Octavia eine Schicht Cairbon CB 33 Lackversiegelung und eine Schicht Legend aufgetragen. Hier zwei Bilder für den Zwischenstand:




      Zurück am Passat bekam dieser als letztes dann die Wischer mit dem 303 Wiper Treatment aufgefrischt.






      UND DAMIT WAREN WIR DANN FERTIG!!! _BEE:)_O
      Hier die ersten Finishbilder noch in der Halle:






      Dann hieß es alle Autos raus und die wichtigsten Mittel für die Fotos aufbauen:




      Und hier nun das Gesamtergebnis des Passats:


























      Hier nun das Gesamtergebnis zusammen mit Hennings Octavia:
















      Und hier noch wir vier am Passat:


      Mein Dank geht an Alex, Frederik und Henning für dieses super Wochenende! Wir haben viel Zeit mit unseren Autos verbracht und vor allem zusammen viel gelacht und Spaß gehabt!!! Alex und Henning haben freundlicherweise alle ihre Fotos zur Verfügung gestellt, mit denen ich diesen Bericht füllen durfte.

      Gesamtdauer der Aufbereitung des Passats betrug 2,5 Tage, wobei immer mindestens zwei Personen an dem Passat gearbeitet haben.

      Alex hat zum Schluss noch eine Art Care- Paket mitgenommen, damit er seinen Passat nun möglichst lange in diesem Zustand halten kann und auf Young- und Oltimertreffen eine gute Figur macht. Man beachte bitte mal rechts und links neben den Produkten die Motorhaube!! :lvit:


      Dies war nun mein erstes Show it off. Ich hoffe es hat euch gefallen. Ich bedanke mich auf jeden Fall fürs Lesen! #0da^;)

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Tyri ()


    • Hey Teamwork... genial gemacht Leute T^

      Habe Dir den Threadtitel mal Regelkonform angepasst und was auch gut wäre in Zukunft noch am Anfang im Post die verwendeten Pordukte auflisten wie in den Show it Off Regel steht, Du hast die ja bei den einzelnen Schritten aufgeführt (das ist auch super), aber so können die anderen User sofort am beginn des Berichtes sehen was verwendet wurde.

      #0da^ für den sehr ausführlichen Bericht, weiter so ()!

      Muss mir den jetzt in Ruhe nochmal durchlesen

      Nachtrag einen Tag später:
      So, ich habe den Bericht jetzt auch nochmal gelesen, wirklich super dokumentiert T^

      Der Karsten hat ja schon geschrieben, das Ihr "sehr engagiert bei der Sache" wart, aber ich sag mal so, gerade für den Anfang lieber etwas zuviel gearbeitet als zu wenig, da lernt man ja auch dabei und Ihr seit ja alle noch Jung und Kräftig :D

      Gruß heli

      Unbenanntes Dokument                    agentur
    • Danke für diesen klasse Bericht und die vielen 1A Fotos!

      Beim 32b kommen auch bei mir Kindheitserinnerungen hoch. Bei uns diente ein weinroter Variant 5E als treue Familienkutsche.

      Schade, dass kaum noch gut erhalten Exemplare vorhanden sind. Umso schöner, dass dieser hier jetzt wieder so super da steht.

      Aber fehlt hier nicht die Verkleidung zur Anströmung des Kühlers? ?(

    • Da wurde ja wieder ein richtiger angehender Oldtimer von einem guten Zustand in einen sehr guten Zustand versetzt! ()!

      Top (Gruppen-)Arbeit mit einem wirklich klasse Ergebnis! :lvit::)_O:)_O

      Vor allem die ausführliche Beschreibung der einzelnen Schritte ist super! T^

      Der Glanz ist wirklich nicht von schlechten Eltern! :respekt:

      Nur eines muss ich bemängeln: Die Produkte hätte ich zum Schluss nicht direkt auf die frisch polierte und versiegelte Motorhaube gestellt ohne ein Tuch darunter zu legen! ?(

      Danke für den tollen Bericht! #0da^

      Gruß, Gonzo!

    • Schön gemacht, super Bericht T^


      Aber dieser Lackunterschied :shckd:



      Ich finds immer schade, wenn Lackierer "einfach nur" den Farbton laut Tabelle anmischen und dabei nicht bedenken, dass die Kiste schon 20+ Jahre unter der Sonne rumrollt... 8o

      Some people do drugs, others pop bottles. I get my joy with wide open throttles.

    • Hi,

      insgesammt ein sehr schöner Bericht. Ausführlich beschrieben und ordentlich dokumentiert. Ich freue mich immer wenn gerade Einsteiger so ausführlich schreiben.

      Was ich beim nächsten mal unbedingt anders machen würde, wäre das ich früher mit dem Kneten aufhören würde. Sicher so eine dreckige Knete ist erst mal ein Eindrucksvolles Foto für den Bericht, aber wer mit so einer Verdreckten Knete arbeitet zaubert mehr kratzer in den Lack als es ohne kneten der fall gewesen wäre. Früher durch kneten ist sehr wichtig.

      Die Fläche in der der testspot gefahren wurde ist ok, die von den 2 Bildern danach ist viel zu groß. Per Hand, oder besser gesagt gerade per Hand poliert man in den kleinen Flächen. Ansonsten hast du den Testspot spitze korrigiert, beim Rest verliert die Paste aber aufgrund der Fläche ihre Wirkung.

      Der nächste Schritt mit der Meguiars 205 ist ok, auch wenn die Fläche wahrscheinlich auch zu groß war. Danach die Hand-Glanzpolitur von Petzholds ist jedoch überflüssig. 2 mal Hochglanz ist irgendwie ein mal zu viel. Dann lieber 1 mal richtig. (Na klar steht bei Petzholds das keine Schleifmittel enthalten sind, aber wie soll die Paste denn sonst Haarlinien weg bekommen, wenn sie nicht schleift, es sind also schleimittel enthalten in welcher Form auch immer)

      Harte Verkrustungen im Motorraum lösen sich mit solchen Polituren übrigens spitze, Irgendwann kommt man nun mal mit All purpose Cleaner usw nicht weiter.

      Oben schon angesprochen die doppelte Hochglanzpaste, dann noch mal mit dem Liquid Glass PreCelaner, das ist dann quasie 3 fach gemoppelt. Gerade das Liquid Glass Legend geht spitze nach einer Hochglanz aufzutragen. Gerade die neuen Pasten von Meguiars als 205 und Auch von Petzholds sind sehr hochwertige Produkte nach denen man mit der versiegelung eigentlich einfach so weiter machen kann. Geht zwar immer, aber merklich etwas bringen tuts nix.

      Zu guter letzt habt ihr so lange poliert und stellt zum schluss die flaschen auf den Lack.

      Alles in allem trotzdem ein gutes Erstlingswerk. Ich denke bei weiteren Arbeiten hast du noch etwas Potential gerade was die Effektivität angeht. Bei den Bildern und bericht schreiben gibt's jedoch nicht ansatzweise etwas zu meckern. Beispielhaft für andere User Dokumentiert.

    • Riza schrieb:

      Ähem - bereits auf den Start-Fotos sieht der Passi besser aus als alles, was hier so an 32b noch rumfährt...

      Aber ihr habt den richtig toll hinbekommen, super Bericht - wie lange hat das Erstellen des Beitrags gedauert?
      #0da^ und :respekt:
      Mit Auswahl der Fotos habe ich ca. 5-6 Stunden an dem Show it off geschrieben.

      Sapphire_black schrieb:

      Aber fehlt hier nicht die Verkleidung zur Anströmung des Kühlers? ?(
      Richtig erkannt. Die urspründliche Anströmung war weggegammelt, ein Alunachbau ist schon in Arbeit.

      Sicherlich wundern sich einige, warum wir mehrfach poliert haben. Ich bin, wie oben schon geschrieben, auch ein Fan der Haptik eines Lacks. Von der poliere ich lieber einmal mehr und habe dafür auch ein Ergebnis, was haptisch einiges her macht. Über Sinn oder Unsinn kann man sicherlich diskutieren, aber mir macht's ja Spaß und meinen Kumpel Alex hat es gefreut. T^

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