[Audi Q7] [1Z Hartglanz] Der Dicke glänzt wieder

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    • [Audi Q7] [1Z Hartglanz] Der Dicke glänzt wieder

      Nachdem ich in diesem wunderbaren Forum schon zwei Jahre fast ausschließlich stiller Mitleser war, möchte ich nun mit meinem ersten Show It Off einen aktiven Beitrag leisten.

      Ich würde mich als leicht fortgeschrittenen Anfänger einstufen und habe bisher zwei Autos mit der DodoJuice Buff Daddy (DAS 6 Derivat) aufbereitet. Einmal meinen MINI in midnight black metallic. Diesen habe ich Anfang 2011 neu bekommen und Anfang 2013 von den Spuren unsachgemäßer Handwäsche und diversen Waschanlagen befreit. War jetzt keine größere Herausforderung den Lack in Neuzustand zu versetzen, da nur leichte Kratzer vorhanden. Außerdem habe ich Mitte 2013 ein Auto aus der Klassiker-Sammlung meines Vaters aufbereitet; Einen `91er Citroen CX Break in silber metallic. Der Lack hatte gute zwei Jahrzehnte nicht-Pflege sowie stellenweise Nachlackierungen hinter sich. Rückblickend ist der Lack wohl als relativ weich einzustufen, jedenfalls habe ich den stark zerkratzen Lack wieder sehr ansehnlich hinbekommen.

      Mit dieser Vorgeschichte ging ich über das verlängerte Wochenende an mein neustes Projekt; Den Daily Driver meines Vaters, einen Audi Q7 in orcaschwarz metallic von 2008. Die ersten beiden Jahre gehörte der Audi einem rumänischen Unternehmer, der damit viel im Gelände unterwegs war. Anfang 2011 kaufte mein Vater den Q7. Der Lack war schon damals eher in bemitleidenswertem Zustand und wurde durch die folgenden Jahre auch nicht besser. Außer regelmäßiger Wäsche in der sogenannten Waschanlage keinerlei Pflege für den Lack. Das sollte sich nun ändern, los gehts…

      Das Auto

      Fahrzeug: Audi Q7 Vor-Facelift
      Farbe: Orcaschwarz metallic (so heisst die Farbe zumindest seit dem Facelift)
      Baujahr/Erstzulassung:2008
      Laufleistung: 145.000 Kilometer

      Verwendete Produkte

      Waschen:
      Auto Finesse Iron Out (Flugrostentferner)
      Auto Finesse ObliTARate (Teerentferner)
      Chemical Guys AllClean+ (Allzweckreiniger)
      ValetPRO ph neutral SnowFoam
      Chemical Guys MaxiSuds (Shampoo)
      MagicClean Reinigungsknete blau
      Auto Finesse Clay Lube (Gleitmittel für die Knete)
      Auto Finesse Imperial (Felgenreiniger)
      Chemical Guys Steak Free Window Clean (Glasreiniger)
      Isopropanol (Höfer Chemie, via Amazon)

      Polieren und Schützen
      DodoJuice Buff Daddy
      Stützteller 75mm und 123mm
      Harte und mittelgrobe Pads von Rot-Weiss und Lake Country
      Menzerna IP 2000
      Menzerna PF 2500
      Menzerna Final Inspection
      Meguiars Ultimate Compound

      Auto Finesse Mercury Metal Polish
      Kovax Tolecut Trockenschleifset (2.000er und 3.000er Blüten)

      Blaues 3M Band
      HPX Tape

      1Z Hartglanz


      Hilfsmittel:
      Heavy Duty Foam Lance
      Hochdruckreiniger von Aldi Süd

      Kärcher Nasssauger (zum Trockenblasen)
      ValetPRO Sash Brush
      Weiche Bürste (Baumarkt)
      EZ Detail Felgenbürste mini
      Fix40-Waschhandschuh
      Viele, viele Lupus 380 Microfasertücher in 40x40

      Verschiedene billige Microfasertücher vom dm für "Drecksarbeiten"
      Orange Babies Drying Towel (Trocknungstuch)
      Lupus Applicator Pads
      ebelin Kosmetikpads (Hausmarke von dm)
      Wattestäbchen (Aldi)

      Bevor es losging wurde der Q7 noch einmal in der Waschanlage gewaschen, da er ziemlich eingesaut war. So konnte ich mir direkt mal einen Überblick über die Lackdefekte verschaffen: Über dem kompletten Auto lag ein starker Grauschleier; Wenig Glanz, null Beading. Außerdem zahlreichreiche Kratzer, von denen einige bis auf die Grundierung durchgingen. Alles Fotos habe ich mit meinem iPhone 5S gemacht.
      Aber seht selbst…

      Im Schatten und aus der Ferne doch ganz nett anzusehen.




      Näher ran, immernoch im Schatten.



      Im mittleren Bereich, auf den die ersten Sonnenstrahlen fallen ist gut der starke Grauschleier und die vielen, teils heftigen Kratzer zu sehen.



      Die vielen Swirls sollten sich später noch als das geringste Problem erweisen…



      Als nächstes ging es an die gründliche Reinigung. Der Audi kam "waschanlagensauber" an, also ging ich gleich daran hartnäckigere Verschmutzungen los zu werden. Los ging's mit Auto Finesse Iron Out um Flugrostpartikel zu entfernen. Den Audi damit rundherum eingesprüht und einwirken lassen. Da es kühl und früh am Morgen war, konnte ich es lange drauflassen, ohne das es antrocknete.



      Auf dem schwarzen Lack war leider nichts zu sehen, dafür auf den Rädern. Das Bild entstand etwa 3 Minuten nach dem Aufsprühen.
      Die Räder sind im April aufbereitet worden und haben seit dem knapp 10.000 Kilometer hinter sich.



      Weiter ging's mit Auto Finesse ObliTARate um Teer und anderes klebriges Zeug zu entfernen.
      Bei "normalen" Arbeiten trage ich immer die Einweghandschuhe von Aldi, das ObliTARate riecht aber so nach Lösemitteln, das ich mich mit chemieresistenten Handschuhen (Baumarkt) wohler fühlte. Diese nehme ich auch immer wenn ich Metallluftfilter in Benzin wasche.



      Nachdem ich diese Keule knapp 10 Minuten habe einwirken lassen habe ich alles abgekärchert.
      Mit beiden Mitteln bin ich recht großzügig umgegangen und habe jeweils etwa ein Drittel der Flasche verbraucht. Der Dicke ist immerhin 5,17m lang!

      Anschließend eine Mischung aus 100 ml Chemical Guys All Clean (früher All Purpose Cleaner), 50 ml ValetPRO SnowFoam, einem großzügigen Schuss Chemical Guys MaxiSuds (heisst mittlerweile Mr. Pink) in die Foam Lance eingefüllt und alles mit Wasser aufgegossen.



      Der Audi hat ein adaptives Fahrwerk mit Luftfederung und Niveauregulierung. In der sportlichsten Einstellung liegt das Auto mehrere Zentimeter tiefer, sodass man besser an's Dach rankommt.



      Nun rund herum eingeschäumt.



      Imme wieder ein riesen Spaß
      :D



      Den Schaum genutzt um alle außen liegenden Kanten, Falze, Embleme und dergleichen zu reinigen. Dabei mit den Pinseln von ValetPRO gearbeitet.




      Anschließend das Fahrwerk ganz nach oben gefahren um besser an die Radkästen heran zu kommen.
      Nun mit einer 1:4:Mischung All Purpose Cleaner die innen liegenden Drecknester angegangen. Diese eingesprüht, den Dreck mit den ValetPRO-Pinseln angelöst und direkt mit einem weichen Strahl aus dem Gartenschlauch abgespült. Den Pinsel immer wieder in einem Wassereimer ausgespühlt.





      Die größeren Kunststoffflächen habe ich ebenfalls mit Allzweckreiniger eingesprüht und mit einer sehr weichen Bürste (Baumarkt) gereinigt.

      Als nächstes ging es an die Räder. Die Reifenflanken erstmal mit Allzweckreiniger eingespüht und mit der angesprochenen Bürste gereinigt. Die Felgen habe ich mit Auto Finesse Imperial eingesprüht und nach kurzer Einwirkzeit mit der EZ Detail Felgenbürste in klein gereinigt. Für die 265er Walzen ist die Bürste eindeutig zu klein! Habe sie ursprünglich für meinen MINI gekauft (205er), da ist sie ideal. Für großformatige Reifen sollte es aber auch die großformatigere Bürste sein. Björn (von Lupus Autopflege) wird's bei der nächsten Bestellung freuen. T^



      Ich hatte Anfang der Saison ziemlich viele Auto Finesse Produkte gekauft, auch weil diese in den englischen Foren ziemlich gehyped wurden. Mit dem Imperial Wheel Cleaneer bin ich aber nicht sonderlich zufrieden, da ich die Reinigungsleistung (im Vergleich zum ValetPRO Bilberry's in 1:4) schwächer finde. Ganz zu schweigen vom Preis und der zwar schicken aber unpraktischen Sprühflasche.





      Das Felgenbett ist leider nur so lala geworden, da ich mit der zu kleinen Bürste nicht überall rankam.

      Anschließend habe den Audi mit der bekannten zwei Eimer Wäsche (2x Lupus Eimer á 20 Liter, Grit Guards, Fix40-Handschuh und reichlich Chemical Guys MaxiSuds) gewaschen. Nun ging es ans Kneten. Dafür habe ich die blaue Knete von MagicClean verwendet. Als Gleitmittel kam das Auto Finesse Clay Lube zum Einsatz. Die Knete gleitet damit viel besser als mit Shampoowasser, außerdem riecht das Zeug super. Auch der Duft ist sehr angenehm, irgendwie fruchtig. Da es draußen recht schattig (9°C) war, habe ich die Knete nach jedem Bauteil mit dem Heißluftföhn warm gemacht. Warme Knete ist weicher, nimmt den Dreck besser auf und hinterlässt keine Knetspuren. Auch das "umkneten" um den aufgenommenen Dreck nach innen zu bringen geht viel leichter. Nach der Motorhaube sah die Knete so aus:



      Der Dike wohnt leider unter einem Baum. Für die Laufleistung und den sonstigen Pflegezustand kam mit der Knete erstaunlich wenig vom Lack. Die vorige Chemiekeule hat sich scheinbar gelohnt. Nach der Knetaktion nochmal abgekärchert und mit dem Orange Babies Drying Towel getrocknet.

      Allein für die Wäsche ging der gesamte Vormittag drauf! Zur Aufbereitung habe ich den Audi in die Garage gefahren. Zwei 400 Watt Halogenscheinwerfer ließen das Übel nochmal schlimmer aussehen. Was hatte ich mir da eigentlich vorgenommen?! :S






      Da mein Arsenal an Polituren mit der Menzerna IP 2000, der PF 2500 und der SF 4000 doch eher überschaubar war, war ich mit Testspots relativ schnell fertig. Nach den obigen Bildern habe ich mittlere Pads von vornherein ausgeschlossen und genau zwei Testspots gemacht: Gelbes Lake Country CCS Pad (5,5") mit der IP 2000 und der PF 2500. Der Unterschied in der Defektkorrektur war eher gering, die IP 2000 war ein klein wenig besser. Dafür staubte sie ziemlich, während ich die PF 2500 sehr lange fahren konnte. Wegen der schieren Größe des Audi habe ich ihn Stück für Stück abgeklebt. Dabei habe ich das bekannte blaue 3M Band verwendet. Zum Ausprobieren habe ich mir vor Kurzem auch eine Rolle des gelben HPX Tape gekauft. Im Vergleich zu 3M ist das HPX-Band wesentlich dünner und die Oberfläche glatter. Gerade Rundungen kann man damit leichter abkleben. Fährt man mit dem Pad an das Band empfand ich die Stabilität als vergleichbar mit 3M. Da das HPX-Tape einfacher zu verarbeiten ist (gerade an Rundungen) ist es mein neuer Favorit.

      Hier die Beifahrertür nach zwei Durchgängen mit gelbem Pad und der PF 2500.



      Der Grauschleier, die Swirls und die weniger heftigen Kratzer gingen raus. Obwohl ich wenige Vergleiche habe, empfand ich den Lack als sehr hart. Obwohl die Verbesserung natürlich gewaltig ist, war ich mit der Defektkorrektur nicht so ganz zufrieden.
      Immerhin habe ich die Kratzer auf Höhe des oberen Scheinwerfers später noch mit Kovax angeschliffen und stark abgemildert.

      Hier ein 50:50 der Fahrertür nach nur einem Durchgang mit der gleichen Kombi. Ich finde man sieht den Unterschied, den der zweite Durchgang bewirkt deutlich.



      Wie oben schon erwähnt ließ sich die PF 2500 sehr lange fahren.
      Frische Pads habe ich mit einem kleinen Sprüher Menzerna Final Inspection befeuchtet und vier erbsengroße Punkte Politur draufgemacht. Bei den weiteren Durchgängen zwei Kleckse. Mit einem gelben Microfasertuch von Lupus kann man sich schön Areale der passenden Größe (40x40 cm) auf dem Lack abmessen und diese mit einem kleinen Stück 3M-Band markieren. Auf dieser Fläche habe ich die Politur zunächst durch kurzes andrücken des Pads verteilt. Dann die Maschine von Hand über die Fläche gefahren und die Politur anschließend auf Stufe 1 verteilt. Dann auf Stufe 6 drei bis vier Kreuzstriche mit maximalem Druck gefahren. Anschließend bin ich weitere zwei Kreuzstriche mit mittlerem Druck auf Stufe 4 gefahren.
      Obwohl ich drei einhalb Tage zur Verfügung hatte, hatte ich wegen der Zeit von Anfang an Bedenken. Der Audi ist echt riesig, die Lackfläche gigantisch. Bei zwei Durchgängen Schleifpaste und zahlreichen Trockenschliff-Aktionen ging es eher langsam vorran. Aus diesem Grund habe ich versucht, aus der PF 2500 das Maximum herauszuholen und ein schönes Finish zu zaubern. Für einen Durchgang mit der SF 4000 fehlte mir leider die Zeit, wenngleich der Glanz wohl noch einmal deutlich gewonnen hätte.

      Hier die fertige Fahrertür nach zwei Durchgängen mit der PF 2500.



      Recht problemlos war das Polieren der Zierleisten aus Metall, da diese unmittelbar an den Lack angrenzen.
      Beim Polieren des oberen Türbereichs einfach mit dem Spotpad mitpoliert. Hier ein 50:50.



      Richtig Spaß gemacht hat die Korrektur der Rückleuchten.
      Hier der Ausgangszustand.




      Poliert habe ich die Rückleuchten mit einem orangenen Spotpad von RotWeiss. Wer auch immer sich dieses Farbsystem ausgedacht hat… 8o …habe mir mittlerweile einen Spickzettel gemacht, welche Farbe bei welchem Hersteller für welchen Härtegrad steht. qcon hat in diesem Thread übrigens eine tolle Übersicht erstellt!

      Wie dem auch sei, hier das Ergebnis nach einem Durchgang auf Stufe 4 und 3/4-Druck. War hinsichtlich Drehzahl und Druck auf dem Kunststoff etwas vorsichtig.



      Näher ran…



      Und noch näher ran…



      Abends habe ich mich im Forum noch etwas belesen und habe ein bisschen über die mangelhafte Defektkorrektur mit der DAS6 auf dem harten Lack rumlamentiert. Bevor ich mir eine Rotationsmaschine leiste, riet man mir aber erstmal andere Polituren zu testen und vielleicht auch mal über Microfaserpads nach zu denken. Das empfohlene Meguiars Ultimate Compound orderte ich sofort. Microfaserpads haben wohl eine tewas höhere Abrasivität als die gängigen Schaumstoffpads. Da ich aber erst in ein größeres Pad-Sammelsurium investiert hatte wollte ich es zunächst mal mit der neuen Politur probieren.

      Am nächsten Tag habe ich mich den Glasflächen zugewendet.
      Erstmal mit dem Chemical Guys Steak Free Window Cleaner auf einem gewaffelten Microfasertuch gewischt. Den Reiniger hatte ich ganz neu und ich empfand ihn als besser als den Glasreiniger von Frosch den ich vorher benutzt habe. Habe ihn 1:2 mit destilliertem Wasser in einer Kwazar-Sprühflasche verwendet. Das Poliertuch für Glas habe ich früher immer zum Nachwischen gebraucht. Dieser Schritt entfällt aber mit dem Reiniger von den Chemical Guys. Das gewaffelte Microfasertuch ist übrigens von dm und nach einem Jahr Nutzung schon ziemlich fransig. Bei der nächsten Lupus-Bestellung gibt's ein Upgrade. Sowohl beim Tuch als auch beim Reiniger zeigt sich mal wieder, wie sinnvoll es ist, für professionelle Produkte Geld auszugeben.



      Anschließend habe ich die Glasflächen mit der Nanolex Glaspolitur poliert.

      Hierzu vier kleine Klekse auf einen Handpolierschwamm von Lupus und peu à peu die Scheiben poliert.




      Auf der Frontscheibe habe ich die Politur mit der Maschine auf einem gelben Spotpad von RotWeiss (hart) verarbeitet. Nach zwei Kreuzstrichen auf Stufe 6 war das Pad rabenschwarz. Und das, obwohl ich die Scheibe vorher gründlich geputzt und geknetet hatte. Diese gründliche Scheibenreinigung dient übrigens später als Basis für die Nanolex Glasversiegelung.

      Nach dem Glas ging's weiter mit dem Lack. Hier mal eine Trockenschliffaktion. Der Kratzer geht teilweise bis auf die Grundierung, der größte Teil aber nur in den Klarlack.



      Mit einer 2.000er Blüte (rosa) angeschliffen und die Spuren mit einer 3.000er Blüte (blau) plan geschliffen.



      Habe zum ersten Mal mit dem Kovax Block gearbeiet, mir war ganz schön mulmig bei den Schleifspuren. War auch recht vorsichtig, wahrscheinlich wäre mit dem Kratzer noch mehr gegangen. Die Schleifspuren habe ich mit der Menzerna IP 2000 und gelbem Spotpad von RotWeiss entfernt. Das Ergebnis überzeugte dennoch. Nach einem weiteren Durchgang mit der PF 2500 waren auch die Kratzer im Bereich der Scheinwerfer weg.



      So ging es weiter, bis die Poliermaschine plötzlich völlig grundlos ausging, anschließend wieder unmotiviert hochdrehte und anschließend wieder den Dienst quittierte. Das gleiche war mir schon bei der Aufbereitung meines MINI passiert. Damals hatte Björn von Lupus Autopflege Sonntag Abends (!!) innerhalb von zwei Stunden meinen Hilferuf per Mail beantwortet. Hierfür nochmal ein fettes Kompliment! T^ Einer der Gründe warum ich quasi alle Produkte dort kaufe. Jedenfalls kommt es bei einer bestimmten Charge der BuffDaddy häufiger zu Kabelbrüchen am Kabelaustritt an der Maschine. Genau das war mir nun zum zweiten Mal passiert :thdw:
      Das kann kam beheben indem man die Maschine zerlegt und das Kabel kürzt. Gesagt getan:




      Maschine geöffnet, Kabel entfernt, großzügig gekürzt, Litzen abisoliert und neue Kabelschuhe angebracht. Das Ding wieder zusammengeschraubt –läuft wieder.
      Wie sich das ganze auf die Garantie auswirkt weiss ich nicht (ist bei mir eh abgelaufen). Im Winter werde ich übrigens das ganze Kabel austauschen. Obwohl ich ja mittlerweile wusste wie es funktioniert, dauerte die Aktion eine gute halbe Stunde.

      Immerhin war zwischenzeitlich das Meguiars Ultimate Compound angekommen und wurde natürlich direkt ausprobiert.
      Die Defektkorrektur empfand ich eine ganze Ecke besser als mit der PF 2500, das Finish wirkte ebenfalls schöner. Die Metallic Flakes sprangen einen förmlich an. Außerdem riecht das Zeug echt lecker, hat was von Weihnachts-Keksen



      Mit dem neuen Geschütz ging ich auf die Front los.



      Nach knapp 150.000 Kilometern war diese vom harten Einsatz auf der linken Spur und im Gelände gezeichnet.
      Dennoch fand ich es beachtlich, was die neue Kombi nach nur einem Durchgang an Defektkorrektur brachte.



      Bin nicht gerade systematisch vorgegangen, jedenfalls kam nach der Front das Heck :D
      Zeitdruck hin oder her, den vier Ringen kam natürlich besondere Aufmerksamkeit zuteil.
      Innerhalb der Ringe und die Ringe selbst habe ich mit einem harten Handpolierschwamm von Lupus und der Meguiars Ultimate Compound gearbeitet.




      Die Konturen bin ich mit einem Wattestäbchen (Aldi) nachgefahren.



      Das Ergebnis.




      Die Ringe und der Lack innerhalb der Ringe wurde von Hand poliert, außen herum noch nicht.
      Anschließend habe ich die Ringe abgeklebt und die Heckklappe mit der Maschine poliert.


      Zu guter letzt habe ich mir noch die Endrohre vorgenommen. Diese waren erstaunlich sauber –der meiste Dreck hängt wohl im Dieselpartikelfilter. Die Rohre sind übrigens aus recht unscheinbarem Metall. Zum Frühjahr kommen die verchromten Endrohrblenden der S-Line drüber 8)

      Vorher




      Poliert wurden die Endrohre mit einem billigen Microfasertuch von dm und der Auto Finesse Mercury Metal Polish.



      Für solche Arbeiten sind mir die gelben Tücher von Lupus echt zu Schade, zumal ich mit dem Ergebnis durchaus zufrieden war.



      Am nächsten Tag (Sonntag, letzter Tag) habe ich bis zum Mittag noch verschiedene Stellen fertig poliert. Anschließend den Audi nach draußen gefahren und mit der bereits zu Beginn beschriebenen Mischung eingefoamed und gewaschen. Da ich Montag früh raus musste und noch einen Haufen Arbeit mit Versiegeln vor mir hatte, habe ich keine Bilder mehr gemacht. Das es beim Waschen wie aus Kübeln regnete machte die Sache natürlich auch nicht gerade besser. Nach der Wäsche habe ich den Audi wieder in die Garage gefahren und mit dem Orange Babies Trockentuch getrocknet. Die ganzen Fugen und Falze habe ich mit dem Kärcher Nasssauger trocken geblasen. Die allermeisten Nasssauger können nämlich nicht nur saugen, sondern auch pusten T^

      Um den Lack optimal auf die Versiegelung vorzubereiten habe ich ihn nochmal mit Isopropnol (1:1 mit destilliertem Wasser verdünnt) abgewischt. Dann ging's ans Versiegeln mit 1Z Hartglanz.




      Habe das Zeug zum ersten Mal verarbeitet und habe anfangs ein Kosmetikpad von ebelin zum Auftrag genutzt. Das löst sich jedoch innerhalb kürzester Zeit auf, weshalb ich zu einem gelben Applicator Pad von Lupus gewechselt bin. Damit ist es sehr einfach. Dünn auftragen, sehr schnell bildet sich ein stark milchiger Schleier. Nach etwa drei Minuten habe ich die angetrockneten Reste mit einem gelben Lupus-Tuch wieder abgenommen. Geht sehr einfach. Habe damit auch die Innenseiten der Türen und den Innenbereich am Kofferraum versiegelt, entsprechend lange hat das Ganze gedauert.
      Zum Schluss (es war 21:00 und ich musste am nächsten Tag um 07:00 raus) habe ich noch die Scheiben mit der Nanolex Premium Glasversiegelung versiegelt. Poliert waren die Glasflächen ja schon, also nur noch mal mit dem Nanolex Glasreinger besprühen und mit einem Tuch abwischen. Anschließend wenige Tropen der Versiegelung auf ein Kosmetikpad geben und zügig verteilen. Unmittelbar danach wieder mit einem frischen Tuch abnehmen.

      Völlig geschafft beendete ich mein Werk –denn packen für Montag musste ich auch. :S Wenn ich noch ein paar Stunden mehr gehabt hätte, hätte ich die Felgen noch mit Chemical Guys Wheel Guard geschütz und die Reifen mit dem Surf City Garage Beyond Black Tire Pro geschwärzt.
      Da aber ohnehin in wenigen Wochen Räderwechsel ansteht (Schwäbische Alb) war das zu verschmerzen. Auch sämtliche Türdichtungen und Kunststoffe werde ich bei nächster Gelegenheit noch mit dem Chemical Guys New Look Trim Gel pflegen. Bin von dem Zeug echt begeistert; Seit ich damit meine Dichtungen pflege, ist mir bei meinem MINI nie wieder die (rahmenlose) Tür am Dach festgefroren. Vorher hatte ich damit ständig Probleme. Der Innenraum war soweit akzeptabel.

      Das war mit Abstand mein größtes und anspruchsvollstes Projekt. Klar die Defektkorrektur ist nicht hundertprozentig (wahrscheinlich nicht mal 90%-ig :D), aber mir hat es großen Spaß gemacht und auf das Ergebnis bin ich schon ein bisschen stolz. Habe extrem viel gelernt und möchte an der Stelle nochmal meine Erkenntnisse zusammenfassen:

      -Man kann nie (nie, nie) genug Pads und Tücher haben. Gerade bei den Pads bin ich in die Bredouille gekommen und musste sie von Hand waschen und auf der Heizung trocknen. Das kostet Zeit und nervt. Wechselt regelmäßig das Pad. Ein vollgesaugtes Pad fährt sich schwammig und verliert an Cut.

      -Auch an Polituren sollte man sich ein gewisses Arsenal zulegen um experimentieren zu können. Auf dem Audi Lack kam ich mit der Meguiars Politur viel besser zurecht als mit der Menzerna. Und ich bin eigentlich Menzerna-Fan :lvit:

      -Haltet mit eurer Zeit haus und setzt Prioritäten. Obwohl ich 3,5 Tage hatte, bin ich gerade so fertig geworden. Und das obwohl ich mich beeilt habe und keine Finish-Politur gefahren bin. Viele Stellen hätte ich gerne trocken geschliffen oder wäre noch einen weiteren Durchgang Schleifpaste gefahren. Trotzdem darf man das eigentlich Ziel nicht aus den Augen verlieren; In der gegeben Zeit einen möglichst guten Gesamtzustand zu erreichen.

      -Gerade wenn es kühler wird: Hängt die Batterie an's C-TEK. Der Audi hat vor 12 Monaten eine neue Markenbatterie bekommen. Beim Arbeiten habe ich ihn etwa fünf mal angelassen und hin und her rangiert und raus- und reingefahren. Das Vorglühen und das Durchdrehen der großen Maschine belasten die Batterie stark und als ich am Montag aufbrechen wollte sprang er nur sehr unmotiviert und kraftlos an. Nach einer langen Fahrt war wieder alles paletti.

      Gedauert hat die Aktion rund 35 Stunden. Gute 25 Stunden habe ich poliert, der Rest waren Vor- und Nacharbeiten. Für's Show It Off habe ich nochmal rund vier Stunden investiert. Ok ich habe ja auch einen kleinen Roman geschrieben
      Aber genug der Worte, Zeit für Finish-bilder! Immerhin hatte es am nächsten Tag aufgehört zu regnen, dennoch war's eher neblig und die Sonne blieb hinter dichten grauen Wolken. :(
      Trotzdem lässt sich erahnen, wie viel besser der Dicke nun wieder dasteht. Wenn uns dieses Jahr noch ein paar sonnige Tage vergönnt sind reiche ich noch mehr Finish-Bilder nach. Hatte Montag Morgen nur sehr wenig Zeit, daher nicht sehr viele Bilder.
      Das immer solche Nebensächlichkeiten wie Arbeit oder Uni die Autopflege unterbrechen müssen… X(






      Hartglanz :lvit:






      Das Stückchen Band habe ich so früh am Morgen natürlich übersehen. Wie alle Bilder habe ich es aber völlig unbearbeitet gelassen und das Stück nicht mit Photoshop entfernt.




      Vater's Q7 und mein MINI. Oder auch: Dick und doof :]






      Das war's! Hoffe es hat euch gefallen :)
      Freu mich auf Feedback und Verbesserungsvorschläge. #0da^;)
      Im Frühjahr hole ich den Durchgang mit der SF 4000 nach. Außerdem werden die Radnaben frisch lackiert und die Endrohre kriegen die verchromten S-Line Blenden.

      Außerdem wartet schon das nächste Projekt. Die `73er Citroen DS 23 Pallas von meinem Vater in rubis red metallic.






      "Es wird Wagen geben, die von keinem Tier gezogen werden und mit unglaublicher Gewalt daherfahren." Leonardo Da Vinci

      The post was edited 1 time, last by lars ().

    • riesen :respekt: für Deinen ersten Bericht hier.

      schön und ausführlich beschrieben und gute bebilder ()!

      Und das Ergebnis kann sich absolut sehen lassen bei diesem Lackfußballfeld :)_O:)_O

      Ich freue mich schon auf Deine nächsten Berichte,
      und wenn Deine Vater ne Sammlung hat, dann wird ja auch noch einiges von Dir kommen, also immer her damit :D

      #0da^

      Grüße HMP ;)
      Seat Leon
      Seat Ibiza

    • #0da^ Richtig tolles Show it Off, gerade wenn man bedenkt, das es Dein erstes ist T^

      Super ausführlich beschrieben T^

      Wirklich gutes Ergebnis hast Du erreicht T^

      Danke für´s einstellen
    • schoenes show-it-off und danke fuer das detailierte beschreiben der polierarbeiten #0da^
      sowas hilft echt weiter wenn man selbst noch am probieren ist!

      und natuerlich auch respekt fuer das ergebnis! glaenzt echt wieder schoen der dicke!

    • Top! Klasse! Ich will mehr .


      Kannst echt gut schreiben. Alles ausführlich!

      gute Fotos inkl. 50:50.

      Ja die Menzerna Politur hat mich die letzten 2 Male auch im Stich gelassen. Vielleicht die kühlen Temperaturen?! Die ultimate compount war da meine große Hilfe mit Erfolg.

      #0da^ Fürs Teilen.

    • hi,
      super Show it Off! Sehr sehr ausführliche Beschreibung und ein super Ergebnis! Weiter so!
      Gruß;)

      "Racing, competing, is in my blood. It's part of me, it's part of my life. I've been doing it all my life. And it stands up before anything else." - Ayrton Senna
    • Moin Moin!

      Die Ultimate Compound wird gerne unterschätzt. Ist imho die schärfste Consumer Politur am Markt, welche gleichzeitig bei richtiger Anwendung auch ein schönes Finish hinterlässt. Ein weiterer Vorteil ist wie ich finde, dass die Paste nicht so sehr staubt wie die Menzerna. Ich glaube trotzdem, dass du dir mit ner Runde SF4000 noch nen Gefallen in Sachen Glanz getan hättest. Aber auch so steht das Lackflächenmonster wieder akkurat und toll da :lvit: Und sind wir ehrlich, du hast die 4000er nur flöten lassen, damit du den Step im Frühling nachholen "darfst" g^^§ . Danke für das tolle Show it off, ich habs gern gelesen T^

      Grüße
      Christian

    • #0da^ für dein tolles Show-it-Off! Die Zeit ist unser großer Gegner und das hast du ausführlich zu erkennen gegeben! Aber für dieses Riesenschiff hast du in der Zeit ein sehr schönes Ergebnis gezaubert!

      Mach weiter so ich freu mich auf das nächste Show-it-Off!



      MfG


      der Franke wars.... T^

    • Vielen Dank erstmal für das tolle Feedback! #0da^
      Ähnlich begeistert war natürlich auch auch mein Vater, konnte es gar nicht fassen.


      Die DS ist jetzt erstmal mehrere Monate in der Werkstatt, da es der Vorbesitzer für eine gute Idee hielt, die Göttin als Daily Driver im winterlichen/salzigen Bayern zu nutzen und nun sind umfangreiche Schweissarbeiten fällig. ;(
      Sobald sie zurück kommt ist der Lack dran und natürlich mache ich davon wieder ein Show It Off :]
      Reizt mich schon, mir dafür mal ein richtig gutes Wachs zuzulegen, nutze bisher "nur" das Collinite #476.

      Zum Audi; Schon beeindruckend, was man mit der DAS-6 und der Meguiars Politur auf dem harten Lack reissen kann.
      Im Frühjahr folgt dann Stufe 2 der Aufbereitung. Wie schon beschrieben sind die Radnaben stark angerostet und auch die Bremszangen könnten etwas frischen Lack vertragen. Außerdem hole ich natürlich den Durchgang mit der SF 4000 nach. Im Winter kommt sicherlich wieder der ein oder andere Waschkratzer dran, sodass ich es ohnehin für sinnvoll hielt im Frühjahr nochmal einen Hochglanzdurchgang zu fahren. Bin aber jetzt schon auf den Unterschied im Glanz gespannt.

      Hier mal noch ein Bild von mir beim Arbeiten an der Motorhaube. War ganz am Anfang als ich noch mit der IP 2000 experimentierte. Sehr schön zu sehen ist die Staubschicht.

      "Es wird Wagen geben, die von keinem Tier gezogen werden und mit unglaublicher Gewalt daherfahren." Leonardo Da Vinci
    • #0da^ für diesen ehrlichen und ausführlichen Bericht ()!
      Du hast echt ausführlich beschrieben wie du vorgegangen bist und wo deine Probleme lagen, Hut ab T^
      Ergebnis finde ich auch gut. Es müssen nicht immer 95% oder 100% sein. Manchmal gar nicht möglich oder vollkommen unnötig :cof

      Gruß, Alex.
    • Riesenkompliment an den "Ersteller & Ausüber" dieser Marathon Aufarbeitung ()!:lvit:T^#0da^:)_O
      Hast du echt toll gemacht, kannst du wirklich stolz drauf sein T^
      Dem Lack hast du wahrlich wieder Spuren von über 100.000 KM abgenommen :respekt:
      Danke fürs Teilen
      Grüße ;)
      Andreas

      Mein Gott, macht Autopflege Spass & Freude & Süchtig

    Achtung ab dem 25.5.2018 greift die DSGVO, weitere Infos dazu findet Ihr hier: Datenschutzerklärung, Nutzungsbestimmungen und Forenregeln.