[ANLEITUNG Drallklappen] entfernen [Die etwas andere Art der Pflege]

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    • [ANLEITUNG Drallklappen] entfernen [Die etwas andere Art der Pflege]

      Das ist natürlich sehr speziell jetzt, aber vielleicht interessiert es den ein oder anderen User hier ebenfalls.. Hier sind ja schon einige Anleitungen und hier geht's ja auch um Pflege :):) Falls uninteressant oder unangebracht einfach löschen ;)




      Anleitung BMW E60 Diesel-Drallklappen entfernen



      Vorwort:

      Ich übernehme keinerlei Haftung für irgendwelche Schäden und Probleme. Diese Anleitung ist nach bestem Wissen und Gewissen geschrieben und hat bei mir 100% zum Erfolg geführt.

      Vor allen Arbeiten bei denen Stecker abgezogen werden bitte die KFZ-Batterie abklemmen.

      LOS GEHT’s J


      Wie mittlerweile einigen Diesel Besitzern bekannt sein dürfte kommt das Wort „Drallklappen“ immer wieder zum Vorschein. Der ein oder andere hat auch sicher schon beim Händler mehr als genug Geld gelassen und sich eine neue Ansaugbrücke einbauen lassen. NEU ist NEU und da gibt es nichts zu diskutieren. Besser als Neu geht es nicht, aaaaaaaaber… Das Problem ist damit dennoch nicht gelöst und wird wieder kommen, was die Neuanschaffung dann auch wieder fraglich macht.

      Was haben wir für Alternativen? In USA tauchen diverse Anleitungen auf wie Drallklappen der neueren Generation (32mm) entfernt werden. Hierzu werden die Drallklappen aus den Führungshülsen gebrochen und das daraus entstehende Loch mit einer Schraube inkl. Dichtmasse verschlossen… Alles schön und gut, aber auf Dauer nicht die Lösung, denn die Drallklappen werden nicht nur an der Klappenwelle undicht, sondern auch die Führungshülsen werden rundum undicht. Auf Dauer gesehen eine Arbeit für die Katz..

      Weitere Alternative ist natürlich der Gedanke einfach neue Drallklappen zu kaufen… TJA.. da hat aber leider der Fahrzeughersteller einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Drallklappen gibt es nicht einzeln zu kaufen, sondern nur mit der gesamten Ansaugbrücke. Ca. 500,- €

      Die in meinen Augen bewährteste Alternative ist die Entfernung der Klappen inkl. Führungshülsen und das Loch durch CNC gefräste Blindstopfen zu verschließen. Jetzt wird natürlich der ein oder andere schreien… STOPP… BMW wird die ja sicher nicht ohne Grund eingebaut haben… Das ist natürlich absolut richtig. Der Hersteller hat die Drallklappen eingebaut um im unteren Drehzahlsektor die Drallklappen zu schließen und somit über den 2. Eingang der Drosselklappe (im Falle vom E60 die kleineren runden Öffnungen) die Luft zu führen und hier eine Verwirbelung der Luft zu generieren. Dies fördert einen geringeren Verbrauch in ganz geringem Maße und die Schadstoffemission, worauf der Hauptaugenmerk lag. Dem Laufverhalten des Motors bringen die Klappen rein gar nichts. Alles was man im Internet findet über Diskussionen bzgl. Leistungsverlust ohne Drallklappen etc. sind einfach nur Forumsweisheiten. Hier werden Drallklappen auch oft mit Tumbleklappen etc. verwechselt. Kurz um… es gibt mittlerweile mehr als genug Beispiele von Fahrzeughaltern die ohne Drallklappen bestens über mehrere 100tkm unterwegs sind.

      Es gibt mehrere Arten von Drallklappen. Diese bestimmten Baujahre zuzuweisen ist kaum möglich. Hier wurde seitens dem Hersteller wie wild durchgewechselt und manchmal haben ähnliche Baujahre andere Klappen drinnen. Als groben Anhaltspunkt kann man Baujahre vor 2004 oft die 22mm zuschreiben und nach 2004 32mm, aber das ist nur eine Richtlinie. Die alten Klappen haben auch schon zu dem ein oder anderem Motorschaden geführt. Die neueren Klappen sollen davon verschont bleiben, aber wie in meinem Fall sieht man später an den Bildern, dass eine Funktion hier auch nicht mehr gegeben war. Ihr könnt also nur mutmaßen welche Klappen ihr drinnen habt. 22mm oder 32mm und dann gibt es sogar noch Unterschiede von parallel verschraubt und schräg verschraubt. In unserem hier gezeigten Fall handelt es sich um 32mm Klappen die eigentlich immer schräg verschraubt sind.

      FAZIT: Euer Motor wird keinen nennenswerten Nachteil durch die Entfernung erleiden. Ganz im Gegenteil.. Ihr schützt ihn vor Teilen die gerne einen Defekt verursachen können und vor allem zu Undichtigkeiten führen und euren Motor verölen und verrußen und dadurch andere Teile in Mitleidenschaft ziehen (z.B. Vorglühsteuergerät)


      Genug Vorgeplänkel… Frisch ans Werk…

      Unser betroffener Patient ist ein E60 525d VFL mit 177PS und 170.000km auf der Uhr. Er ist aus erster Hand und wurde immer und ausschließlich bei einem BMW Händler gewartet. (was im folgenden Beispiel klar ersichtlich ist, dass dies keine Garantie ist für einen perfekt gewarteten Motor) Beim letzten Service wurde vermerkt: „Undichtigkeiten an der Ansaugbrücke“. Das Auto wies auch Symptome auf wie unrunder Lauf im Teillast- und Schiebebetrieb. Man konnte zusehen wie der Drehzahlmesser im Millimeterbereich hin und hergeschwankt ist (vor allem im Bereich unter 2000rpm wo Drallklappen arbeiten) und als Fahrer hat man das deutlich gemerkt. Die Dame der das Auto gehört hat ist stolze 89 Jahre alt und man kann davon ausgehen, dass dieses Auto selten bis noch nie Geschwindigkeiten jenseits der 140km/h gesehen hat. (was Rußbildung angeht eher schädlich)

      Vorbereitung:

      Ihr benötigt für die Arbeiten keine Hebebühne. Alle Arbeiten können von Oben durch die Motorhauben Öffnung erledigt werden.

      Werkzeug:

      Ein gut sortierter Ratschenkasten mit großer und kleiner Ratsche und gängigen Nüßen und Langnüßen (z.B. für Glühkerzen) reicht euch aus. Dazu einige Torx und Inbus Bits und ein 4mm Außenvielzahn der allerdings auch mit einem kleinen Ringschlüssel aufgehen würde. In meinem Ratschenkasten war alles vorhanden.

      Drehmomentschlüssel der bis zu 15NM runter kommt.

      Reinigungsmittel:

      Es empfiehlt sich im Vorfeld einen kräftigen Reiniger zu besorgen um den Verkokungen her zu werden. Bremsenreiniger ist ein zu flüchtiger Stoff und hat nicht genug Zeit diese Ablagerungen aufzuweichen und zu lösen. Da ich mich auch stark mit Autoaufbereitung befassen war meine Wahl für die hartnäckigen Fälle in der Ansaugbrücke, Drosselklappe und AGR Ventil KOCH Chemie GREEN-STAR… Ein alkalischer Reiniger mit einer sehr hohen Schmutzlösekraft den ich 1:4 mit Wasser gemischt habe und dadurch sehr ergiebig ist. Ich habe gerade mal 100ml auf 400ml Wasser gebraucht für alles.

      Zusätzlich habe ich für Motorraum noch einen AllPurposeCleaner (All Purpose Cleaner) genommen. In meinem Fall von Valet Pro, aber es tut auch jeder anderer. Mischung 1:10

      WD40 oder ein ähnliches Sprühgleitmittel ist auch noch ratsam.

      Natürlich reichlich Lappen und Pinsel und ein scharfen Paketmesser für die Verkrustungen und lange flache Schraubenzieher oder ähnliches um die Verkokungen abzutragen.

      Ein großer Vorteil ist auch ein Dampfstrahler und am allerbesten mit einer Rotationsdüse und/oder einen Aufsatz für Rohrreinigung. Ich hatte das in meinem Fall schon alles.

      Wer nicht lange auf Trockenzeiten warten will und kann, kommt auch um Druckluft herum.

      Wenn dann schon mal alles zerlegt ist, kann man dem Motor auch wieder ein neuwertiges Finish geben und dafür wurde Chemical Guys Silk and Shine verwendet. (das ist natürlich nur für Fetischisten wie mich ein Muss :) )

      Arbeitsschutz:

      Ihr werdet dreckig…. :D Sorgt also für Kleidung wo es keine Rolle spielt und wenn ihr soweit seid und mit den Reinigern hantiert, dann verwendet bitte Handschuhe. NITIL-Einweg-Handschuhe haben sich als äußerst Widerstandsfähig gegen alkalische Reiniger erwiesen. Die gibt es immer in so einer 100er Packung.

      Eine Schutzbrille wenn ihr mit Pinsel und GREEN-STAR arbeitet ist ebenfalls ratsam.. Ich kann das aus leidiger Erfahrung sagen. Hatte am Anfang auch keine Brille auf und einen Spritzer ins Auge bekommen.. Das hat 1ne Stunde wie die Hölle gebrannt.


      WIR KÖNNEN STARTEN

      Motorhaube auf und als erstes die Akustikabdeckung (große Motorabdeckung) entfernen. 4x Inbusschrauben lösen und aufpassen, dass ihr während der ganzen Arbeiten keine Schrauben im Motorraum verliert und runterfallen. Das kostet euch oftmals viel Zeit und/oder ihr findet die Teile nicht mehr.

      Nach dem die Abdeckung abgenommen ist macht ihr euch einen Überblick über die Teile die entfernt werden müssen. (auf dem Bild ist schon mehr zerlegt, aber das ist erst mal egal)



      In Höhe des dicken Wasserschlauchs kann man unter der Ansaugbrücke schön die Undichtigkeiten erkennen. Alles ist mit Öl und Ruß-Schmodder versifft.



      Um die Ansaugbrücke auszubauen müssen vorher der Wasserkasten, Domstrebe und hintere Motorabdeckung entfernt werden.

      Also erst mal Wasserkasten. Hier mit der Dichtung anfangen. Die Dichtung hat an den Außenpunkten an den Kotflügelholmen jeweils einen Clip ansonsten ist sie nur gesteckt. Einfach anziehen.



      Als nächstes kümmert ihr euch um die 2 Mikrofilter links und rechts. Hierzu den Klemmbügel aufhebeln und die Verriegelung 45° drehen. Danach einfach abnehmen. Auf der Beifahrerseite klemmt hier noch der Sensor für die Automatische Umluft. Diesen einfach durch drehen abmachen und zur Seite legen. Stecker kann angesteckt bleiben.





      Weiter geht es in der Mitte vom Wasserkasten. Hier ist oben ein Schiebemechanismus den ihr in Richtung Kotflügel Fahrerseite schieben müsst. Dazu einfach die Haltenase hochdrücken und schieben.





      Unten drunter liegt wieder eine 45° Verriegelung die ihr gleich mit einer Sechskantnuß öffnen könnt.



      Links und rechts findet ihr die großen Luftöffnungen die in den Innenraum führen. Um die Öffnung sind 3x 45° Verriegelungen zu öffnen und dann noch eine Torxschraube vorne am Federbeindom.





      Ihr seid nun soweit den Wasserkasten abzunehmen. Fangt mit dem Teil auf der Fahrerseite in der Mitte an und zieht in langsam in Richtung Motorraum raus. Es steckt ein Teil des Wasserkastenablaufs im Kotflügeldom.

      Danach erst mit der Beifahrerseite weitermachen. Hier müsst ihr dazu eine kleine schwarze Abdeckung hochheben um den Wasserkasten rauszubekommen. Merkt euch die Reihenfolge später fürs zusammenbauen.

      Jetzt liegt die Domstrebe komplett frei und ihr seht auch schon die hintere Motorabdeckung. Löst die Kunststoffschelle an der Domstrebe durch die das dicke PLUS Kabel geht.



      Schraubt jetzt die 4 Torxschrauben der Domstrebe locker und nehmt diese ab.





      Jetzt könnt ihr die hintere Motorabdeckung lösen. 2x Inbusschrauben halten Diese. Danach einfach noch oben wegziehen.





      Die Vorarbeiten um die eigentliche Ansaugbrücke auszubauen sind jetzt abgeschlossen.

      Weiter geht’s unter der Ansaugbrücke



      Als erstes löst ihr bitte den Stecker am Ladedrucksensor. Danach 10mm Sechskant um die Schraube vom Ölmessstab zu lösen. Den Ölmessstab kann dann ein wenig bewegt werden damit man besser an den nächsten Stecker kommt.



      Dann den Stecker etwas weiter unten vom Unterdrucksteuerventil für den Drallklappensteller lösen



      Danach könnt ihr das Ventil von der Ansaugbrücke ausclipsen und nach vorne rausschieben. Die beiden Unterdruckschläuche können zu dem Zeitpunkt noch angeschlossen bleiben.



      Löst jetzt den schwarz/gelben Unterdruckschlauch vom Ventil. Die Leitungen sitzen recht streng. Am besten ein wenig drehen oder mit einem kleinen Schraubenzieher lockern, aber aufpassen und nicht den Schlauch verletzen.



      Hinter der Ansaugbrücke ist noch ein Stecker der gelöst werden muss. Er hat zwar nichts mit der Ansaugbrücke zu tun, aber man kommt sonst nicht an die letzte Mutter der Ansaugbrücke heran. Nach dem Lösen den Thermoschaumstoff dahinter stopfen um die Mutter freizulegen.



      Jetzt noch vor zur Drosselklappe und AGR. Hier bitte den Stecker von der Drosselklappe lösen (an die innere Haltenase kommt man mit dem Finger nicht. Hier einfach einen flachen Schraubenzieher nehmen). Dann noch den Clip öffnen der das Kabel hält und das Kabel dann zur Seite legen. Vom AGR Ventil den schwarz/blauen Unterdruckschlauch abziehen und die Luftleitung zum AGR Kühler trennen in dem man die kleine V-Band Schelle komplett aufschraubt und abnimmt. Kann man danach wieder zu biegen und ist wiederverwendbar.



      Als letztes öffnet ihr noch die silberne Klammer am Ladeluftschlauchanschluss mit einem flachen Schraubenzieher und zieht den Schlauch ein Stück nach vorne ab. Ich hab davon leider kein Bild gemacht aber ihr seht den Klemmbügel auf dem Übersichtsbild (erstes Bild). Diesen Klemmbügel einfach ein Stück hochziehen. Muss nicht vom Schlauch entfernt werden.

      Ihr habt jetzt alle erforderlichen Arbeiten erledigt um die Ansaugbrücke abzuschrauben. :top: :top: :top:

      Die Ansaugbrücke wird an den runden oberen Einlässen von 10mm Sechkant gehalten und zwischen den Ansaugkanälen mit 11mm Muttern. Passt bitte auf, dass ihr diese Muttern nicht im Motorraum verliert. Man kann sie nach dem Lockern mit der anderen Hand mit einem Finger halten. Die oberen Schrauben können nicht aus der Brücke fallen. Die sind gesichert auch wenn sie locker sind.

      Also ran an den Speck. Für die letzte Mutter hinten kann je nach verwendeten Werkzeug evtl. ein Gelenkstück notwendig sein um hinzukommen.



      Nachdem alle Muttern entfernt sind und alle Schrauben gelöst könnt ihr die Ansaugbrücke vorsichtig abnehmen. Dazu am besten ein wenig auf den großen Luftsammler etwas nach unten drücken um die Ansaugbrücke zu lockern. Die pappt natürlich nach so langer Zeit etwas fest.

      Also runter mit den Teil :) GLÜCKWUNSCH… Ihr habt es geschafft.

      Verschließt jetzt umgehend die Öffnungen am Motor mit Tüchern oder Lappen oder alten Socken oder was auch immer, was nicht stark fusselt oder schnell reißt.. Klopapier ist zu dünn. Ich habe so blaue Tücher wie auch Werkstätten sie haben.





      REINIGUNG

      Leider fängt jetzt erst die Arbeit an, wenn eure Brücke, Drosselklappe und das AGR so ausschaut wie bei mir.
      Wenn ihr jetzt die Ansaugbrücke vor euch habt schraubt ihr erst mal die Drosselklappe vom AGR ab. 3x Torxschrauben halten die Klappeneinheit. Danach kommt ihr auch wunderbar an die 4x Inbusschrauben von der AGR Einheit ab.



      Was ihr jetzt zu sehen bekommt grenzt an Körperverletzung. Also zieht euch warm an ;) FSK18 :D:D:D LOL

















      UND ?? Zuviel versprochen…. :apaul: Bitte um kurze Erinnerung.. Das Auto ist lückenlos Scheckheftgepflegt bei BMW. Also damit will ich auf gar keinen Fall die Arbeit des Serviceteam anprangern, sondern nur aufzeigen das ein gewartetes Auto auch nicht perfekt ist, wenn die Entwicklungsabteilung so was bei der Entstehung eines Fahrzeugs zulässt. Hier und da muss man halt selber Hand anlegen um sein Schmuckstück wieder in Bestzustand zu bekommen.

      Als nächstes müsst ihr den Mechanismus der Drallklappensteuerung entfernen. Dazu die 2 Torxschrauben lösen die unter der Druckdose sind. Danach könnt ihr Druckdose samt Gestänge (ausclipsen) abbauen.

      Leider war ich wohl so vom ganzen Dreck geschockt, dass ich vergessen habe Bilder zu machen. Aber ich habe hier schon ein Bild als die Blindstopfen montiert sind und da kann man die Mechanik sehen. Habe jetzt einfach dieses Bild verwendet.



      Danach löst ihr die Drallklappenverschraubungen. Immer 2x Torxschrauben pro Drallklappe, also 12 Stück und nehmt die Drallklappen komplett raus.

      Bei mir ist bei einer Drallklappe schon ein Teil der Gummiisolierung weggebrochen und ein Teil hat schon gefehlt. Das heißt die Funktion war vorher schon nicht mehr bei jeder Klappe gegeben und das kann auch zu dem unrunden Motorlauf geführt haben, weil ein paar Klappen noch geschlossen haben und ein paar nicht. Diese Klappen sind ja eigentlich schon die neueste Generation im E60 Diesel, aber bringen leider auch keinen Vorteil gegenüber den alten Klappen, denn sie lösen sich auch in ihre Bestandteile auf. Ein weiter Grund sie schnell zu entfernen damit nichts mehr in den Motor fliegen kann.





      Entfernt jetzt noch den Ladedrucksensor aus der Ansaugbrücke und reinigt diesen mit einem Schraubenzieher. Hat bei mir funktioniert. Habe keine Fehler im Steuergerät und die Soll/Ist Werte sind korrekt.



      Nachdem ihr jetzt alles zerlegt und geprüft habt geht es an die eigentliche Reinigung. Ich habe für Ansaugbrücke ca. 2-2,5 Std. gebraucht und für AGR ca. 30-45min und Drosselklappe ca. 20 min.

      In diversen Foren habe ich gelesen, dass einige Leute die Ansaugbrücke in Diesel oder eine Mischung aus Biodiesel und Benzin für 24Std. eingelegt haben und das soll auch zum Erfolg geführt haben. Ich hatte allerdings kein Gefäß für die Ansaugbrücke und wollte den Ablagerungen mechanisch auf den Leib rücken.

      Bewaffnet mit einer Bürste für Sektgläser, (gibt in fast jeder Drogerie für 1,5€) einer Bürste für Töpfe und mein 1:4 gemischter GREEN STAR in einer Sprühflasche ging es ans Werk.

      Die Drosselklappe wurde ordentlich eingesprüht aber nicht irgendwo eingelegt. War mir zu riskant wegen der Elektronik, aber bisschen was hält sie schon aus. Es kommt dort ja auch genug Spritzwasser durch die Nieren dran. Die harten Verkrustungen wurden mittels flachen Schraubenzieher und einer Paketmesserklinge entfernt.

      Gleiches Spiel mit der AGR.. Hier aufpassen, dass kein Green-Star in die Unterdrucköffnung kommt. Keiner weiß wie sehr der Reiniger der Membrane zusetzt. Die Verkokungen im AGR waren wirklich grausam. Hier war richtig hartes Kratzen und Schaben angesagt. Der Green-Star Reiniger hat aber wirklich tolle Arbeit geleistet. Die Teile wurden sogar außen wieder richtig schön. Aber seht selber (Natürlich ist nicht jedes FUTZEL weg, aber ich weiß ja auch dass es in ein paar zigtausend Kilometer wieder schlimmer ausschaut.











      Kann sich sehen lassen, oder ? :trinken: :trinken:

      Aber jetzt kommt der härteste Kandidat… Die Ansaugbrücke hat es echt hin sich. Ihr müsst versuchen so viel Verkokungen wie möglich zu entfernen. Ich habe erst mal alle Öffnungen mit der Paketmesserklinge ausgeschabt und dann mit einem langen Schraubenziener so weit rein wie möglich in den Öffnungen den Rest wegeschabt. Dann wieder ordentlich Green-Star drauf und in den runden Öffnungen mit der Sektglasbürste schön raus und rein (Ihr kennt das ja sicher J LOL)

      Das gleiche gilt für die viereckigen Öffnungen. Ihr werdet denken dass es nie ein Ende nimmt mit dem Dreck und ehrlich gesagt nimmt es das auch nicht. Irgendwann kommt der Punkt wo ihr nicht mehr jedes Fitzelchen rausbekommen müsst.

      Macht dann mit der Großen Öffnung weiter und schabt hier auch erst mal alles mit dem Paketmesser raus und dann wieder langer Schraubenzieher und Bürste und viel Green-Star. Wenn er das soweit habt bis es weiter nicht mehr geht, kommt der Dampfstrahler ans Werk… Flutet das ganze Ding, .. Ihr werdet erstaunt sein was hier noch für Mengen an schwarzen Brocken rauskommen. Seit hier wirklich gründlich damit keine losen Brocken mehr in der Brücke bleiben. Eine Rotationsdüse hat hier noch mehr Lösekraft.











      Wenn das alles soweit erledigt ist, habe ich die gröbsten Wasserreste mit Druckluft ausgeblasen.. Es wird aber auch sicher reichen die Ansaugbrücke trocknen zu lassen. Ich habe sie dann noch 24 Stunden neben die Heizung gelegt.
      Nachdem alles getrocknet ist kann die Ansaugbrücke wieder komplettiert werden.

      Dazu benötigt die neuen Dichtungen und die Blindstopfen… Es gibt mehrere Anbieter von 32mm Blindstopfen und teilweise auch echt teuer aus UK usw. Ich habe dann lange geschaut und bin schließlich doch bei Ebay gelandet bei einem Anbieter aus Polen.. Er hat ein tolles Gesamtpackage angeboten mit Victor Reinz Erstausrüster Dichtungen und seine Blindstopfen sahen sauber gefräst aus und die Löcher für die Schraubenlöcher waren seitlich nicht offen wie bei manch anderem Hersteller. Außerdem ist eine saubere Fräßkante für die Dichtung vorhanden und es wurden hier VITON Dichtungen verwendet die Resistent gegen Öl/Benzin und hohe Temperaturen sind. VITON Dichtungen werden auch in einem Wankelmotor verwendet wo sehr hohe thermische Belastungen herrschen.

      Hier der Ebaylink für 32mm: ebay.de/itm/6-x-33-mm-BMW-DRAL…teile&hash=item2a28941a21

      Hier der Ebaylink für 22mm: ebay.de/itm/6-x-22-mm-BMW-DRAL…teile&hash=item2a28941503

      Die Teile waren innerhalb von 2 Tagen vor der Haustüre.. Also TOP Service.







      Super Sache :top: :top:

      Also Ansaugbrücke auf den Tisch und die Öffnungen für die Blindstopfen mit WD40 einsprühen. Ebenfalls die Blindstopfen bzw. die Vitondichtungen an den Blindstopfen mit WD40 einsprühen. Die Blindstopfen gehen sehr streng rein, was äußerst positiv ist die genauen Fräßarbeiten wiederspiegelt. Wenn ihr sie nicht ganz per Hand reindrücken könnt, helfen euch die Schrauben. Sie passen wirklich perfekt und sind auch von der Tiefe aufs perfekte Maß gefräst so dass der Luftkanal eben ist und es keine Verwirbelung gibt.





      Danach alle Dichtungen ordentlich in die Öffnungen drücken und ihr habt quasi fast eine neuwertige Ansaugbrücke.



      Ich hab mich dazu entschieden den Drallklappenmechanismus wieder zu montieren, auch wenn er keine Funktion mehr erfüllt. Wollte aber sicher gehen, keinen Fehler vom Steuerventil zu bekommen.





      Es ist Zeit das AGR Ventil wieder zu montieren. Nochmal auf die neue Dichtung achten zwischen AGR und Ansaugbrücke und dann das AGR wieder mit den 4 Inbusschrauben montieren.

      Danach geht es weiter mit der Drosselklappe. Kauft bitte die Dichtung zwischen Drosselklappe und AGR neu. Kostet knappe 3 Euro TeileNr. 13547792098

      Drosselklappe mit 3x Inbusschrauben festziehen. Darauf achten, dass die neue Dichtung nicht verrutscht.

      Ansaugbrücke ist fertig für die Montage :cool: Diese Etappe ist geschafft !!! :trinken: :trinken:

      Glühkerzen und Vorglühsteuergerät

      In meinem Fall war auch noch das Vorglühsteuergerät defekt. Es stand auch im Fehlerspeicher inkl. aller 6 Glühkerzen. Diese Fehler entstehen, wenn durch die Undichtigkeit der Ansaugbrücke wenn Öl den Motorblock runterläuft. Die Glühkerzen funktionieren meistens noch, aber ein defektes Vorglühsteuergerät kann auch die Glühkerzen schädigen. Glühkerzen und Vorglühsteuergerät sind von BERU und man bekommt beides im freien Handel weitaus günstiger als beim Freundlichen. Steuergerät ca. 60 Euro und Glühkerzen auch ca. 60 Euro.

      Sollte bei euch kein Defekt vorliegen wäre es dennoch ratsam diese 2 Teile gleich zu tauschen wenn ihr schon mal so viel zerlegt habt. Anders kommt man nämlich nicht dran.

      Die Glühkerzenstecker einfach abziehen indem man links und rechts am Stecker drückt. Glühkerzen vorsichtig rausschrauben und neue Kerzen einschrauben. Anzugsdrehmoment 15-20NM

      Das Vorglühsteuergerät ist allerdings echt ein Gefummel ohne Ende. Es wird von 2 Muttern am Motorblock unter dem Wasserstutzen gehalten. Aufpassen, dass ihr euch nicht auf den Stutzen lehnt und diesen abbricht. Diese 2 Muttern müsst ihr lösen und gleichzeitig schauen, dass ihr die Muttern nicht verliert. Ist wirklich ziemlich stressig aber geht. Ich habe nichts Weiteres demontieren müssen. Wenn ihr die 2 Muttern gelöst habt versucht es ein wenig zu drehen, damit ihr an die Stecker kommt. Ein Runder stecker und ein großer Breiter. Es quält euch dann auch nochmal die Stecker zu lösen aber irgendwann habt ihr es geschafft. Neues Teil einbauen, anschließen und fertig.

      In meinem Fall ist das Auto leider nach der ganzen Prozedur nicht mehr angesprungen. Der Anlasser hat gedreht, aber das Auto sprang nicht an. Nach dem Fehlerspeicher auslesen war ein Fehler „EWS Manipulation“, also ein Fehler der elektrischen Wegfahrsperre… Ich musste diese mit INPA neu initialisieren bzw. den Startwert zurücksetzen und dann sprang das Auto auch wieder an. Kann leider nicht sagen ob das immer der Fall ist oder Zufall war. Batterie war ziemlich leer.






      Ansaugbrücke einbauen

      Bevor ihr die Ansaugbrücke einbaut wäre es noch ratsam die verölten Stellen zu reinigen und evtl. auch gleich zu konservieren. In meinem Fall mit AllPurposeCleaner Reiniger und danach mit Wasser abgespült. Aufpassen das nach wie vor kein Wasser in die Ansaugkanäle kommt. Ich hab dazu die Kanäle mit Panzertape kurzzeitig abgeklebt.

      Schaut dann nach der Reinigung und Konservierung mit Silk and Shine so aus.



      Bevor ihr jetzt die Ansaugbrücke wieder in den Motorraum hebt, reinigt bitte noch die Dichtflächen, sonst habt ihr die Arbeit ganz umsonst gemacht. Nehmt dazu eine scharfe Klinge z.B. Paketmesser und schabt den festgebackenen Dreck weg.



      Unter den Ansaugkanälen ist auch noch ein Kabel wo leider nur zur Hälfte mit einem Kunststoffrohr geschützt ist. Meine Leitungen waren schon angekratzt durch „Scheuern“. Habe hier Gewebeband benutzt um das Kabel vor weiterem Aufscheuern zu schützen.




      Sooooo ihr Lieben.. Ihr könnt nun die Ansaugbrücke wieder reinheben. Achtet auf die Stecker bzw. Kabel von den Injektoren, dass ihr diese nicht abknickt oder einklemmt und auch keine der Dichtungen sich nochmal löst. Sobald die Ansaugbrücke drauf sitzt alle Schrauben und Muttern leicht anziehen.. Danach mit dem Drehmomentschlüssel mit 15NM anziehen. Am besten von der Mitte aus angefangen im Kreuzverfahren nach außen.

      Danach alles in umgekehrter Reihenfolge wieder komplettieren und ihr seid am Ziel angekommen. Wer dann nochmal ein wenig reinigen und Konservieren will, bevor alle Abdeckungen wieder drauf kommen ist jetzt an der richtigen Stelle. Schaut dann so aus.



      OPTIONAL SINNVOLLE ARBEIT

      Was hilft es wenn ihr jetzt alles schön und sauber habt, aber der ganze Motor dennoch weiter Ölpampe durch die Kanäle jagt. Das Problem an den Dieselmotoren ist die Kurbelwellengehäuseentlüftung. Jeder Motor braucht sie aber bei nicht allen 6Zylinder Diesel Motoren werden sie gleichermaßen aufgefangen. Der E60 hat hier einen Zyklonenfilter verbaut, welcher „LONGLIFE“ sein soll, aber nicht wirklich seine Arbeit ordentlich verrichtet. BMW weiß das auch aber würde das natürlich nicht zugeben. Bei Faceliftmodellen ist es sogar noch schlimmer.. Dort ist die Entlüftungseinheit komplett ohne Filter versehen. Komischerweise haben die E39 Modelle überhaupt nicht das Problem mit siffenden Ansaugbrücken. Das Geheimnis ist deren Filzfilter oder auch Ölabscheider genannt. Warum dieses System was hervorragend funktioniert hat nicht weiter eingesetzt wurde ist ein großes Rätsel. Geht wohl zu wenig kaputt um Geld zu verdienen… Diesen Filter sollte man dann alle 30.000km mal wechseln.. Ist auch nicht viel Arbeit und kostet nicht viel Geld und schützt euren Motor bzw. euren Ansaugbereich effektiv vor verölen.

      Das System passt beim E60 6Zylinder Diesel ebenfalls ohne jegliche Modifikation.. Altes runter… Neues drauf.. :) Fertig :top:

      Wer es ganz genau wissen will, den empfehle ich diesen tollen Beitrag von BMW-Verrückter: motor-talk.de/forum/bmw-r6-die…labscheider-t4381335.html

      Im Zuge der Reinigung macht dies also durchaus Sinn.. Die ganze Einheit mit Filter hat knappe 50 Euro beim Freundlichen gekostet.

      Und so geht’s….

      Inbusschrauben lösen und Luftfilterabdeckung abnehmen.



      Dann noch die Verschraubungen vom Luftfilterkasten lösen und den Kasten komplett abnehmen.





      Danach die zwei 4mm Außenvielzahnschrauben des Injektorenkabelbaum lösen um die Entlüftungseinheit rausziehen zu können.



      Dann die Schrauben lösen von der Entlüftungseinheit und herausziehen.



      In die neue Entlüftungseinheit den Filter einsetzen inkl. Halter und die neuen Dichtungen an den Öffnungen am Ventildeckel einsetzen. Hier auf die „Laschen“ achten.



      Alles wieder komplettieren und ihr habt es geschafft.


      HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH

      Ihr habt alle erforderlichen Arbeiten erledigt und könnt euch freuen über einen bestens funktionierenden Motor der wieder die volle Luftleistung bekommt und nichts mehr ölt und das alles ohne neuer Ansaugbrücke.

      Gegen erneutes verölen ist vorgesorgt und es können auch keine Teile von Drallklappen mehr in den Motorraum gelangen.

      Perfekt wäre natürlich noch die Deaktivierung des AGR, aber dies lässt sich leider nicht über gängige Diagnoseprogramme ausführen. Hier muss ein Steuergerät-Tuner ans Werk der die AGR Überwachung deaktivieren kann. Wenn nicht würde bei stillgelegtem AGR die Motorkontroll-Leuchte aufleuchten.

      Ein persönlicher Rat ist noch die Verwendung von aschearmen Motorenöl und das Verzichten auf Longlifeöle… Somit könnt ihr auch den Verkokungen etwas vorbeugen. MOTUL Excess hat hier sehr gute Öle mit geringem Ascheanteil, aber es gibt sicher auch andere Hersteller die das ähnlich haben.

      Wenn ihr alles wieder komplettiert hat freut sich der Motorraum sicher noch über eine finale Aufbereitung und Konservierung und dann schaut das alles aus wie am Tag der Auslieferung. :D:D (fast)




      Zeitaufwand ohne Wartezeit auf Teile und Trocknungszeit 1 – 2 Tage bei gemütlichen Arbeiten mit ausreichend Pausen… Es ist aber sicher auch an einem Tag zu schaffen. Ich habe an einem Tag alles zerlegt und gereinigt und an dem Tag an dem die Teile ankamen alles wieder zusammengebaut, Vorglühsteuergerät und Glühkerzen getauscht und Entlüftungseinheit mit Ölabscheider gewechselt.

      Der Motor läuft wie am ersten Tag… Ohne jeglichen Ruckeln oder sonstigen Problemen. Alles TIP TOP

      Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachmachen… Euer Motor wird es euch danken.

      Grüße aus München

      Peter

      P.S. Zeitaufwand für diese Anleitung inkl. Bilderbearbeitung 7 Std. ;) Hoffe ihr wisst es zu schätzen. :trinken:
    • Auch wenn ich keinen BMW fahre und ich am Motor alleine nie so einen Eingriff machen würde, GENIALE Anleitung. Was mir beim Durchschmökern aber aufgefallen ist, ist das bei ein paar Bildern dein roter Text so weit am Rand sitzt, dass manches (wichtiges ?!) rausgefallen ist. Wäre wirklich schade, wenn der ganze Aufwand durch ein paar Kleinigkeiten zunichte gemacht würde.

      mfg
      Georg

    • Ich fahr zwar keinen Beamer, aber Hut ab vor der Anleitung. Den einzigen kleinen Kritikpunkt den ich hätte: Ich würde Dichtungsreste oder Verkokung auf Alu nicht unbedingt mit ner Messerklinge entfernen, besser mit nem (Kunstoff)schaber.
      Ansonsten: TOP
      Man fragt sich bei sowas immer wieder, was in manchen Ingeneursköpfen vorgeht, sowas zu konstruieren.

    • Sehr schöne Anleitung T^
      So ausführlich wie Du die Anleitung gestaltet hast, ist klar Du 7 Stunden fürs Schreiben benötigt hast :respekt:
      Danke füs einstellen

    • Echt nicht schlecht die Anleitung!
      Ich kann dir evtl. auch noch nen Grund bezüglich der Ölabscheider nennen.
      In meinem Polo ist von VW damals auch ein Ölabscheider verbaut worden, welcher sich mit der Zeit mit Öl und Schmodder zusetzt. Im Winter dann gefriert die Pampe und der Motor bekommt kein Öl zum schmieren mehr. Gibt nen kurzen Rucker und Feierabend ist.
      Stichwort "Frostmotoren" von VW ;)
      Vielleicht hat das BMW erkannt und deshalb die Ölabscheider wieder abgeschafft. Ich wüsste auch nicht, dass VW die wieder verbaut.

      Gruß Benedikt
    • Coole Anleitung.

      Ich verstehe noch nicht was die Dinger bewirken.

      Was wird wo und warum verwirbelt? Und warum ist es nicht schlimm wenn das nicht mehr passiert wenn man das stilllegt? Warum wird das dann überhaupt verbaut?

      Dieselprobleme ... sowas gibts beim Benziner nicht oder?

      ... bleibt sauber ;)


      lg
      Sascha
    • Wenn ich es richtig verstanden habe werden die Dinger nur verbaut damit BMW ne Abgasnorm schafft.
      Ein ähnlicher Blödsinn wie der Kaltlaufregler damals für die Euro2 Umrüstung.


      Übrigens ein Klasse Bericht mit sehr interessanten Bildern. Schon wahnsinn wieviel Dreck sich bei nem Diesel überall absetzen kann.

    • GolVer schrieb:

      Coole Anleitung.

      Ich verstehe noch nicht was die Dinger bewirken.

      Was wird wo und warum verwirbelt? Und warum ist es nicht schlimm wenn das nicht mehr passiert wenn man das stilllegt? Warum wird das dann überhaupt verbaut?

      Dieselprobleme ... sowas gibts beim Benziner nicht oder?


      Gibt's auch. Z.b. beim Audi A2 1,6 FSI ... da is es aber das Schaltsaugrohr :-) .... bzw. das Ding is ein Schaltsaugrohr....
    • Respekt, :respekt: das nenne ich mal eine klasse und ausführliche Anleitung. #0da^

      Damit sollte es jedem halbwegs begabten Schrauber möglich sein, das Problem zu lösen.

      Vielen Dank für die tolle Anleitung mit den Bildern.

      Die roten Texte in den Bildern könnten in der Schriftgröße 2 Pixel mehr vertragen.

    • Erst mal vielen Dank für die positiven Antworten.. Freut mich sehr, wenn sich die Arbeit gelohnt hat und alle was davon haben ()!

      Ich kann leider nicht mehr sagen wie lange die Anleitung noch online ist, da ich leider die Anleitung für ein BMW Forum geschrieben habe und die Bilder natürlich über der 800x600 Grenze liegen. Kann diese aber leider nicht mehr verkleinern, wegen den Beschriftungen in den Bildern und kann nicht nochmal alle Bilder neu beschriften. Tut mir leid... ;(

      @georg1975

      Die Bilder sind leider zu groß für das Forum, drum klappt das nicht richtig. Einfach auf die Bilder klicken und dann sollte man auch alles lesen können.

      @ScotchTape

      Ein Kunststoffschaber hätte hier absolut gar nichts mehr ausgerichtet. Das Zeug war so hart, dass es mit Schraubenzieher und Messer kaum noch abging.. Ansonsten gebe ich dir natürlich Recht :) Bei leichteren Sachen hätte ich auch nicht zu so harten Mitteln gelangt.

      @Benedikt

      Das was du meinst ist aber nicht das Gleiche wie der Ölabscheider hier. Selbst wenn der Einfrieren würde, wäre hier kein Schaden, denn das Öl was er aufnimmt kommt nur durch die Kurbelwellengehäuseentlüftung. Das sind also Öldämpfe und sehr wenig flüssiges Öl aus einem Überdruck. Die Schmierung vom Motor ist dadurch nicht beeinträchtigt. Denn beim Einfrieren könnte der Überdruck immer noch durch die Entlüftungseinheit raus, die den Filzfilter umgibt. :)

      @GolVer

      DerZombie hat schon den wichtigsten Teil erklärt.. EURO Normen.. Allerdings müssen die nur für ein paar Sekunden nach dem Kaltstart was bringen. Wenn der Kat mal warm ist, bräuchte es das überhaupt nicht mehr. Das Gleiche gilt auch für Vorkats.. Man quält den Motor mit Kat's gleich nach dem Turbo um die Kaltstart Euro Normen einzuhalten.. Würde man 30Sek. auf diesen Normeinhalt verzichten, bräuchte es keine Vorkats und die Motoren würden alle besser und gesünder laufen.

      Desweitern bewirken die Drallklappen eine Verwirbelung des Diesel/Luft Gemisch und sorgen so im unteren Drehzahlbereich für eine bessere Füllung der Zylinder und das wiederrum fördert den Verbrauch. Der Minderverbrauch ist aber so extrem gering, dass es mehr auf dem Papier steht als in Wirklichkeit was bringt. Kurz um.. Die Dinger brauch wirklich keiner und stellen nur eine Gefahr für den Motor dar. Wenn man Chiptuning betreibt noch mehr, denn die Ladedrücke und dadurch auch das Luftvolumen steigen und die Klappen sind mehr belastet.

      @kawa-racer

      Das sind dann Tumble-Klappen im Schaltsaugrohr... :) Hab ich im TT-RS auch drinnen.. Ist auch gut hier und macht kein Stress. Das hat seinen Sinn und haben aber eine weitaus andere Funktion. Sind eher für die genaue positionierung des Gemischballen am Kolben.

      @Dose:

      Du wirst beim Benzinger keine Probleme haben..

      @Elchbier

      Vielen Dank... Das mit den beschrifteten Bildern war wirklich ne Menge Arbeit.. Zu ärgerlich, dass sie zu groß sind für das Forum. Nächstes mal pass ich auf :)

      Gruß

      Peter

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