Lederaufbereitung und -pflege mit COLOURLOCK (Berichte und Bilder)

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    • Lederaufbereitung und -pflege mit COLOURLOCK (Berichte und Bilder)

      Heute mal was zum Thema Leder. Meist wirft man ja bei richtig kaputten Sitzen schnell das Handtuch. Außer man nimmt sich genügend Zeit für die Übung und verwendet die Reinigungs-, Restaurations- und Pflegemittel der Firma COLOURLOCK.

      Ausgangsbasis waren die trocken gebrochenen, zerrammelten Ledersitze eines Audi 80 Cabrios. Sehr gut erkennbar an der Sitzwange:
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      Zur Verdeutlichung habe ich erstmal nur die Sitzwange bearbeitet. Die Lederoberfläche war an den Trockenbrüchen enorm rau. Ist ja klar. Dies habe ich erstmal mit feinem Schleifpad angepaßt. Anschließend wurde der Bereich dreimal gründlich mit CL-Reinigungsbenzin entfettet und entkeimt. Bei normalen Schmutzbelastungen sollte jedoch die Vorreinigung mit einem milden Reiniger der Colourlock-Serie genügen. Nicht so in diesem Fall. Die langen Jahre und die offene Fahrweise haben hier eine enorme Schmutzbelastung hinterlassen, welche es zu entfernen galt. Das Reinigungsbenzin hat diese Anforderung mit Bravour gemeistert. Es empfehlt sich ferner zur Beseitigung alter Wachs/Fettreste, denn diese müssen zu 100% entfernt werden um eine ordentliche Deckung und Haftung der Ledertönung zu gewährleisten.

      Nach der Reinigung erfolgte dann der Töungsgang mit Colourlock LederFresh im Standardfarbton "Schwarz" FO34 wenn ich mich nicht irre. Farbkarte kann man bei der Firma anfordern oder gegebenenfalls ein Muster einschicken um die passende Tönung zu erhalten.

      Aufgetragen habe ich das Leder Fresh mit einem leicht angefeuchteten Schwamm in dünnen, kreisenden Linien. Hierbei muß man sehr gewissenhaft vorgehen um eventuelle Striemen zu vermeiden. Ist aber nach der ersten Wange kein Problem mehr. Dieser erste Durchgang erzielte schon eine beinahe vollständige Deckung und wurde in Vorbereitung für die nächste Schicht mit einem Heizluftfön vorsichtig getrocknet. Eine zweite Schicht wurde mit eben genannter Technik aufgetragen und ebenso Fön-getrocknet. Nun war die vollständige Deckung gegeben und es erfolgte ein abschließender Arbeitsgang mit Colourlock Lederversiegelung.

      Diese hat den Vorteil stark belastete Flächen gegen Abrieb zu schützen, was sich besonders an Lenkrädern und im Einstiegsbereich der Sitze als sehr nützlich erweist. Auch dieses Mittel habe ich mit einem weichen Schaumstoff in dünnen Zügen im 2-Schicht-Gang aufgetragen. Die somit geschützen Lederflächen können dann nach vollständiger Trockung mit Lederpflege nach Wahl behandelt werden.
      Hier das Bild der fertig behandelten Sitzwange(ohne applizierte Lederpflege):
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      Ist zwar etwas Arbeit, aber das Ergebnis kann sich in jedem Fall sehen lassen. Demnächst werde ich mich mit der intensiveren Restauration solcher Lederflächen beschäftigen um das vorhandene Ergebnis noch zu toppen. Colourlock bietet zu diesem Zweck die verschiedensten Mittel an wie z.B. Lederkleber oder Flüssigleder.

    • Das ist wirklich ein Härtefall, den Du da bearbeitet hast.

      Ich habe ja auch ein Audi 80 Cabrio, mit Bicolorleder in blau-"gelb". In allerdings weitestgehend top Zustand.

      Da aber gerade das "gelb" sehr empfindlich ist, habe ich (bis auf das Schleifen und die Benutzung des Reinigungsbenzins) die gleiche Prozedur wie Du durchgeführt - ebenfalls mit COLOURLOCK vom Lederzentrum.
      Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden.
      Allerdings hält das Ergebnis nicht sehr lange vor, da es sich um einen Farbauftrag handelt - und dieser verschwindet nach einer gewissen Zeit und Beanspruchung wieder.
      Meine Erfahrung mag aber darauf beruhen, dass ich das Reinigungsbenzin nicht benutzt habe?! Stattdessen lediglich die Reinigungsmilch.
      Habe mich aber nicht getraut, auf meinem intaktem Leder das Benzin anzuwenden.

      Ich würde trotzdem jedem die Pflegeserie des Lenderzentrum empfehlen.

      Bin auf jeden Fall aufweitere Berichte von Dir sehr gespannt!!

      best regards

      malinoir

      best regards ;)

      malinoir

    • Also fettfrei sollte die Oberfläche schon sein. Sonst haftet da níchts drauf. Ist wie mit LG auf Wachs. Das Reinigungsbenzin von Colourlock kannst du bedenkenlos anwenden. Aus meiner Sicht ist diese milde Reinigungsmilch nicht wirklich zum Entfetten geeignet. Aceton funktioniert ebenso. Auf jeden Fall vorher an verdeckter Stelle auf Verträglichkeit prüfen.

      Die genannte Versiegelung hält aber ordentlich was aus. Ich benutze dieses Verfahren auch bei Sneakers und anderem Schuhwerk. Da kann man den Schutzfaktor, den die Versiegelung der Tönung verleiht, noch besser beobachten.

    • Sieht schon klasse aus Elton 8)

      Streng genommen hast Du die Risse aber nur eingefärbt und versiegelt und nicht "repariert".

      Bei dem Zustand hätte man das Leder für eine richtige Reparatur mit Flüssigleder behandeln müssen um die Risse zu schließen ;)
      Bei dem Zustand der Armlehne hätte man richtig schön nen Spachtel nehmen können .. ui ui :D Die Risse und Bruchstellen sind ja weiterhin erkennbar ..

      Es sieht natürlich wesentlich besser aus als vorher ... ;)

      Ach ja .. die Colourlock-Produkte sind in jedem Fall bestens zu empfehlen!!!!!!

    • Original von Mista Mr.
      Streng genommen hast Du die Risse aber nur eingefärbt und versiegelt und nicht "repariert".

      Bei dem Zustand hätte man das Leder für eine richtige Reparatur mit Flüssigleder behandeln müssen um die Risse zu schließen


      Aus diesem Grunde habe ich ja auch dies unten dran gehängt:
      Ist zwar etwas Arbeit, aber das Ergebnis kann sich in jedem Fall sehen lassen. Demnächst werde ich mich mit der intensiveren Restauration solcher Lederflächen beschäftigen um das vorhandene Ergebnis noch zu toppen. Colourlock bietet zu diesem Zweck die verschiedensten Mittel an wie z.B. Lederkleber oder Flüssigleder.
    • Ah, was für ein Tag...

      Es gibt doch nichts schöneres als den Samstag Nachmittag mit dem Putzen einer beigen Lederausstattung zu verbringen. Diese soll die oben gezeigten schwarzen Ledersessel des 80er Cabrios ersetzen und natürlich vor dem Einbau einer gründlichen Reinigung unterzogen werden.

      Zur Charakteristik der Verschmutzung muß man sagen, daß die Ausstattung beim Vorbesitzer ein knappes Jahr in irgendeinem Raum stand, in dem es wohl ziemlich feucht war. Auf den ersten Blick nur leichter Schmutz, doch unheimlich angebacken. Eine ausreichende Anzahl öliger Fingerabdrücke von Schrauberhänden war ebenso zu finden.
      Der Fahrersitz hatte einen so massiven Wasserschaden auf der Sitzfläche, daß da nix mehr zu machen war. Im mittleren Stück der Bahn klaffte ein Loch, als hätte mal jemand mit einer 45´er draufgehalten. In diesem Fall kann nur noch der Sattler helfen. Doch der Rest der Ausstattung war durchaus rettenswert. Tolle Basis, nur geringfügig verschmutzte Nähte, so gut wie kaum Trockenbrüche oder Einziehungen... Los gehts. Erstmal alles störende abgebaut...

      Zum Einsatz kamen:

      -Colourlock-Lederreinigungsbenzin,
      -Colourlock Lederreiniger "Stark",
      -die dazugehörige Lederbürste,
      -ein großes weißes Swizöl-Frottee (muß nicht Swizöl sein, hauptsache weiß),
      -ein Haushalts-Microfasertuch für Detailarbeiten,
      -ein weißer Handpolierschwamm zum Aufschäumen
      -ein Clearkote Foam Applicator Pad und
      -ein Kaffee + Malboro

      Los geht´s. Vorbereitenderweise habe ich die Flächen natürlich erstmal gründlich abgesaugt um das wahre Ausmaß zu begutachten...

      BTW: Der Blitz des Kamera hat die Verschmutzungen leider etwas zu sehr überblendet. Wirklich herausstechend sichtbar sind nur die extremen Flecken. Wer jedoch beiges Leder kennt, kann sich in etwa vorstellen, welcher Art der Schmutz ist und wie er optisch wirkt.

      Hier ein Bild des Beifahressitzes mit diversen "Begrabbelungen" durch Schrauberhände:

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      ...und eine Detailansicht der Verschmutzungen an der Lehne:

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      ...und eine Detailansicht der Verschmutzungen der Sitzwange:

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      Also dann mal los. Den Handpolierschwamm habe ich, wie schon im Falle der Handbremshebelreinigung, mit warmen Wasser befeuchtet, ein Paar Tropfen CC-Reiniger draufgegeben und aufgeschäumt. Es dauert ein bißchen bis man das Gefühl für die richtige Feuchtigkeit des Schwammes und der benötigten Menge Reiniger raushat um ordentlichen Schaum bei minimalem Reinigerverbrauch zu fabrizieren. Eine allgemeine Aussage hierzu kann ich nicht treffen. Es läßt sich nur schwer beschreiben wie feucht der Schwamm sein muß. Das muß man fühlen... Ist aber eine Sache von 2-3 Anläufen. Spätestens dann läuft es wie angeboren...

      Wie gesagt; mit dem Schwamm aufgeschäumt, in / auf die Lederfläche gerieben (dabei bildet sich an Kanten nochmals Schaum) und mit der Bürste unter leichtem Druck eingearbeitet. An dieser Stelle nochmal ein Lob an die Colourlock-Lederbürste. Groß genug für angenehm flächiges Arbeiten. Klein genug für nervige Detailarbeiten wie z.B. Nähte oder Kopfstützen.
      Ohne Bürste ging im Falle dieser Sitze absolut nichts. Die Verschmutzungen waren einfach zu sehr angebacken. Ich habe immer einzelne Teilstücke bearbeitet und die angrenzenden Nähte intensiv mit einbezogen. Für gewöhnlich sitzt es dort immer recht heftig drin...

      BTW: Die Kunststoffverkleidungen der Sitzkonsole nehmen es einem nicht übel, wenn man sie gleich in einem Abwasch mitbürstet...

      Hier ein Bild beim Einschäumen und Bürsten der Seitenfläche...

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      ...und eines beim Einschäumen der Sitzwange:

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      Die Durchläufe unter Verwendung der Bürste gingen relativ fix vonstatten. Aufgenommen habe ich den Schaum mit oben genanntem Swizöl Frottee, was ich im Falle der Lederreinigung der Mikrofaser in jedem Fall vorziehe. Dank der Langschlaufigkeit bekommt man auch die Nähte wunderbar trocken. Vor allem aber sticht die Aufnahmefähigkeit das Microfasertuch in diesem Fall aus. Okay, ist sicherlich auch hier wieder Geschmackssache. Ich zumindest komme damit besser klar.

      Hier ein Bild nach Behandlung der Sitzwange.

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      Ein bißchen kann man erkennen wie weit ich über die Nähte des behandelten Teilstückes hinausgearbeitet habe. Ist eine Angewohnheit von mir. Damit versichere ich mir selber, daß ich die Nähte und die angrenzende Fläche zu den Ritzen hin ordentlich bearbeitet habe. Sozusagen ein optischer Merkzettel...

      Nach Abschluß der Reinigungsarbeiten und einer Trocknungszeit von einer knappen halben Stunde, die ich schonmal den Türverkleidungen widmete, erfolgte eine Gesamtbehandlung mit Coloulock-Versiegelung. Aufgetragen per Clearkote Foam Applicator Pad, denn zu mehr sind die Teile aus meiner Sicht nicht zu gebrauchen. Schon garnicht für Lackarbeiten. Aber BTT...
      Vielleicht kommt es mir auch nur so vor, aber ich möchte meinen, daß die Versiegelung das Leder nochmals etwas abgemattet hat. Wie dem auch sei, das Finish ist sehr angenehm...

      Und hier eine Detailansicht des fertigen Sitzes:

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      ...und noch eine beinahe Komplettansicht:

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      Wie ich schon bei der Handbremshebelreinigung feststellen konnte, nahmen auch hier die Nähte den Lederreiniger ausgesprochen gut an. Das Leder zeigte sich generell ausgesprochen dankbar gegenüber der Reinigung. Der CC-Reiniger hat sich nicht lumpen lassen selbst die öligen Fingerabdrücke kurz und klein zu machen.

      Und so sah das weiße Frottee nach der Reinigung des Beifahrersitzes aus:

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      Kaum zu glauben was da an Keim aus einem relativ human verschmutzen Sitz kommt...


      Und noch drei Bilder von der Reinigung der Sitzbank im Fond...

      Rücksitzlehne vorher:

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      ...eingeschäumt + anschließendes Bürsten:

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      ... und trockengewischt + versiegelt:

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      Dieses Theater vollzog ich an der gesamten Ausstattung. Sprich Beifahrersitz, Rückbank incl. Lehne, Türverkleidungen vorne, Seitenverkleidungen hinten. Effektive Arbeitszeit rund 4 Stunden. Morgen kommt dann noch Lexol Conditioner drauf und es sollte genügen...

      Eine dreckige Kuhhaut weniger auf der Welt... :D

    • Hach.....

      Nach diesen Bildern bekommt man richtig Lust runter in die Garage zu gehen, und mit der Pflege der eigenen Innenausstattung zu beginnen, "leider" hab ich das erst vor wenigen Wochen schon durchgezogen.....mit exakt denselben Produkten, sogar das Frotteé war das gleiche.. :D

      Gruss aus dem Swizöl-Land ;-)

      The post was edited 1 time, last by CH Z4 ().

    • Saubere Arbeit, im wahrsten Sinne des Wortes :D

      Eine solche Lederaktion steht mir auch noch bevor, nur ist bei mir mit Reinigung nicht alles erledigt. 23 Jahre Benutzung fordern nun doch eine Nachtönung. Ich werde berichten...

      Saubere Grüße
      der Karsten

    • Original von CH Z4
      Hach.....

      Nach diesen Bildern bekammt man richtig Lust runter in dei Garage zu gehen, und mit der Pflege der eigenen Innenausstattung zu beginnen, "leider" hab ich das erst vor wenigen Wochen schon durchgezogen.....mit exakt denselben Produkten, sogar das Frotteé war das gleiche.. :D


      Moin Massimo,

      ist doch egal. Putz einfach nochmal los... :D Nach der gestrigen Aktion vermisse ich irgendwie mein beiges Leder. Zweifellos eine der dankbarsten Farben bei der Reinigung. Schwarz finde ich immer nnur halb so aufregend. Demnächst schrubbe ich mal wieder eine hellgraue Ausstattung. T4, 6 Sitzplätze und ebenso in Schrauberhand. Das wird ein Spaß... :D

      @Karsten: Hört sich nach Aufriß an. Freu mich schon auf deinen Bericht...

      BTW: Werd mal ein Foto vom Fahrersitz machen. Das müßt ihr euch anschauen...
    • @Elton: da kann man sagen was man will, Deine Berichte sind hervorragend. Sehr guter Bericht, vor allem durch das Bildmaterial und ausführliche lebensnahe Beschreibung.

      Der Leder-Virus geht natürlich um, gerade eben mal wieder bei Petzoldts ne Bestellung (u.a. Lederreiniger stark und Leder Versiegelung, Colourlook Bürste) aufgegeben. Opfer wird ein 3er BMW am kommenden Wochenende sein :D.

      The post was edited 1 time, last by Bulla2000 ().

    • @Andi: Lexol ist aus meiner Sicht optimal für Leder, das relativ gut in Schuss ist. Der Reiniger stößt schnell an seine Grenzen. Doch liegen diese höher als es bei Standardmtteln der Fall ist. Der Conditioner ist auf alle Fälle brauchbar und macht auch strapazierte Leder wieder schön geschmeidig. Auf alle Fälle sollte man in der Verarbeitung gewissenhaft vorgehen. Bei Leder eh selbstverständlich.

      Die Colourlock-Palette dagegen bietet eine Vielzahl von Mitteln, die über die normale Reinigung und Pflege hinaus gehen. Ob nun angesprochener Lederkleber, Ledertöne oder selbst Lederlacke. Da gibts nicht was es nicht gibt. Ich benutze eine Kombination aus beiden Herstellerlinien.

    • Moin Moin,

      heute auch mal ein Arbeitsergebnis von mir.

      Objekt war die hellbeige Innenausstattung eines Ferrari, die schon lange keine Lederpflege mehr gesehen hatte. Die Wange des Fahrersitztes war ziemlich abgewetzt und das Leder hatte einige Brüche im Leder durch Austrocknung. Ich habe beim Lederzentrum gleich eine Tönung bestellt und Flüssigleder, welches auf Grundlage eines Musters, welches der Kunde eingeschickt hatte, angemixt wurde.

      Ausgangslage am Fahrersitz:



      Folgende Arbeitsschritte folgten:

      1. Komplettbehandlung mit Lederreiniger stark und Lederbürste
      2. Behandlung mit Lederreinigungsbenzin zur Entfettung
      3. Ausspachteln der Brüche/Risse mit Flüssigleder
      4. Tönung mit LederFresh
      5. Lederpflege mit CL Lotion

      zu 1.:

      Ich habe gleich den starken Lederreiniger genommen, da bei hellem Leder welches so lange nicht gepflegt wurde einiges an Dreck drinnen sitzt. Zwar keine punktuell so schlimme Verschmutzungen - eher flächiger Dreckschleier.
      Es kam auch einiges runter wie die Tücher zeigten. Die Reinigung mit der Bürste muss sein um die Risse und die Nähte auch sauber zu bekommen. Was mir am starken Lederreiniger gefällt ist die starke Schaumentwicklung bei nur 2 - 3 Tropfen auf dem Schwamm. Beim milden ist eine angemessene Dosierung schwieriger und man braucht subjektiv mehr Mittel in meinen Augen. Die Veränderung war schonmal deutlich sichtbar.

      zu 2.:
      Ich habe das Reinigungsbenzin eigentlich nur zur Erhöhung der Haftung der anschließenden Tönung verwendet. Aufgetragen mit normalem Haushaltpapier. Es zeigte sich kaum eine Färbung auf dem Papier in Bezug auf Restschmutz, was ja eigentlich für den Reiniger spricht. Anschließend nochmal mit einem Frottee drüber und gut is.

      zu 3.:
      Eine echte Sisiphus Arbeit kann ich euch sagen. Mir fehlte ein ordentlicher kleiner Spachtel aber der Stiel meiner Reinigungszahnbürste schien mir ebenso geeignet. Ich habe das Flüssigleder zum ersten Mal angewendet und war noch etwas vorsichtig. Je länger man allerdings damit arbeitet, desto mehr verliert man die Scheu davor auch mal etwas mehr zu applizieren. Es trocknet so von 10 Minuten an aber man hat am Anfang genug Zeit zum Modellieren und eine ebene Oberfläche zu schaffen. Tiefe Risse sollten mehrfach und geschichtet ausgespachtelt werden. Man sollte nicht erwarten, dass sie vollständig unkenntlich gemacht werden, aber eine Angleichung und ein homogenere Oberfläche kann man schon erreichen. Oder noch mehr Zeit und Geduld mitbringen - keine Ahnung. Ich habe eine Stunde nur mit den beiden Sitzen verbracht und so gut es geht die Stellen behandelt. Vom Verbrauch reichen diese 7g allerdings für noch 4 weitere Sitze. Entweder war ich zu sparsam oder das soll so sein. Ich frage da bei Gelegenheit nochmal nach.



      zu 4.:

      Nach 1 1/2 Stunden Trocknung des Flüssigleders gings ans Tönen.
      Die Tönung insbesondere des Fahrersitzes erforderte auch Geduld. Bei hellen Farbtönen ein gutes Ergebnis zu erzielen braucht ein bißchen Können. Ich habe am Anfang auf den Sitzen nur getupft, um die Brüche und Gerbung schön mit der Tönung zu füllen. Auch die Keder benötigen diese Tupftechnik damit man eine bessere Deckung erreicht. An 1 - 2 Stellen sieht man vielleicht eine leichte Farbstruktur aber das ist in meinen Augen zu vernachlässigen.
      Auf den Seitenteilen kam erst Tupfen und dann leichte Kreisbewegungen zum applizieren des Mittels zur Anwendung. Den Fahrersitz habe ich an den schadhaften Stellen 4 Mal behandelt, den Beifahrersitz 2 Mal und den Rest ein Mal und nochmals nur punktuell. Es ist schon erstaunlich was die Tönung wieder hinbekommt. Heikel war der Mitteltunnel mit all den Schaltern und Bedienteilen. Da musste man Vorsicht walten lassen um nicht am Ende alles in einem hellen Farbton zu haben :(

      zu 5.:

      Hatte erst überlegt den Lexol Lederpfleger zu nehmen, da dieser tiefer ins Leder eindringt und es schön nährt aber so trocken erschienen mir die Sitze dann doch nicht. Die Pflege habe ich erst am nächsten Tag aufgetragen, damit die Tönung richtig schön durchtrocknen konnte. Auf dem Pad waren keine Farbrückstände oder Verfärbungen zu finden. Die Haftung des Leder Fresh ist trotz stellenweiser 4 facher Schichtung enorm! Das Leder fühlte sich danach jedenfalls wieder geschmeidig an.

      Hier das Ergebnis am Beispiel des Fahrersitzes (draußen aufgenommen und deshalb eine andere Belichtung):






      Insgesamt waren das 5 Stunden Arbeit für die komplette Ausstattung aber der Aufwand hat sich in meinen Augen gelohnt. Ein Dank auch ans Lederzentrum die sich bei der komplizierten Bestellabwicklung echt professionell angestellt haben :]

      Schönen Gruß
      Philipp

      The post was edited 3 times, last by Silencer911 ().

    • @ silencer911

      Gutes Ergebnis! ;)

      Hast Du das Leder gar nicht angeschliffen?
      Gerade an den Stellen wo man mit Flüssigleder arbeitet kann das bisweilen sehr hilfreich sein, um die Reparaturstellen noch gleichmäßiger ausbessern zu können.
      Das Schleifpad gibt's ja auch beim Lederzentrum.

    Achtung ab dem 25.5.2018 greift die DSGVO, weitere Infos dazu findet Ihr hier: Datenschutzerklärung, Nutzungsbestimmungen und Forenregeln.