Pinned Wieviel Druck beim Polieren mit Poliermaschinen....?

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    • Wieviel Druck beim Polieren mit Poliermaschinen....?

      Hallo User/innen,

      bei diesem Thema gibt es wie so oft im Leben unterschiedliche Meinungen. Die einen bevorzugen maximalen Druck (bis zu 10 kg und mehr, gerade habe ich wieder gelesen: "wie soll ich denn 4 Kreuzstriche machen, mir fallen ja nach 2 schon die Arme ab") um Lackdefekte beim Polieren mit Poliermaschinen, meist Excenterpoliermaschinen, zu entfernen. Andere hingegen arbeiten nur mit dem Gewicht der Maschine bzw. maximal mit leichtem bis mittleren Druck.


      Der Starter frägt sich da..... "Was stimmt den nun?"... und es ist wie so oft.... viele Wege führen nach Rom.

      Letztendlich zählt das Ergebnis und das ist meist mit beiden Varianten GUT!

      Jeder sollte die für sich am besten anwendbare Arbeitsweise entdecken und da gibt es nun mal nicht "nur das ist der einzig richtige Weg"

      Ich habe mal versucht ein paar Pro/Contras für die jeweilige Arbeitsweise zu finden.

      Weiniger Druck Theorie:
      PRO:

      • Die Maschine/das Werkzeug wurde ja dazu entwickelt dem Arbeiter die Arbeit zu erleichtern
      • Die Pads halten wesentlich länger
      • bei Fehlstellung wirkt sich dies wesentlich geringer auf das Endergebnis aus
      • minimaler Lackabtrag bei maximalen Glanz
      • entspannteres arbeiten und dadurch auch fehlerfreier

      CONTRA:
      • evtl. braucht man mehr Durchgänge
      • evtl. dauert es auch länger, da zum einen die Politur nicht so schnell auf Temperatur kommt und damit länger gefahren werden muss bis diese "durchpoliert" ist und abgenommen werden kann


      Maximaler Druck Theorie:
      PRO:
      • es gehen mehr Defekte mit einem bzw. weniger Durchgängen raus
      • es geht schneller => weniger Durchgänge
      • es geht schneller => mehr Druck => schnelleres zerlegen der Politur => schneller durchgefahren = > schneller bereit zum Abnehmen
      • es können größer Defekte beseitigt werden, auch evtl. bei harten und kratzfesten Lacken

      CONTRA:
      • bei Fehlstellung bleibt unter Umständen ein unsauberes Polierbild zurück, dann ist Nacharbeit nötig
      • Pads verschleissen schneller
      • mehr körperlicher Kraftaufwand => schnellere Ermüdung => evtl schleichen sich dadurch Fehler ein



      PS Meinung: Ich bin schon "alt und "schwach" deshalb bevorzuge ich wohl welche Theorie..... :D . Nein Spaß beiseite. Würde ein professioneller Aufbereiter bzw. Polierer in der Nachkontrolle der Automobilindustrie (ist ja fast Fließbandarbeit, die Jungs haben teilweise nur paar Sekunden je Fehlstelle Zeit), ständig mit maximalen Druck arbeiten, wäre er binnen kurzer Zeit ein Fall für die Krankenkasse. Ich denke Maschinen/Pad/Politurhersteller legen in Ihrer Zusammenarbeit Wert auf maximale Defektbeseitigung in minimaler Zeitspanne mit geringst möglichen Kraftaufwand. Wie wir Hobbypolierer das hingegen anwenden ist wieder was ganz anders, da bei uns die Ausgangslage bzw. die Vorgaben meist anders sind.

      Versteht mich jetzt bitte nicht falsch, ich drücke schon auch beim Polieren aber eben zu 95% nur leicht bis mittel (soll heissen ca. 3-5 kg Druck), so dass sich die Pads auf der Maschine eben noch zügig bewegen. in wenigen Ausnahmefällen (bei tieferen Kratzern bzw. schwereren Lackdefekten) erhöhe ich partiell auf bis zu ca. 8 kg Druck und dies für die Excentermaschine, beim Gebrauch der Rotationsmaschine arbeite ich meist nur mit dem Gewicht der Maschine bzw. nur leichten Druck bis ca. 3 kg. Auch bei mir biegt sich manchmal das Blech (Haube/Dach) durch, dies hängt aber auch mit der Hitze zusammen die beim Polieren entsteht.

      Wie könnt Ihr den Druck ermitteln? Einfach eine Waage nehmen, senkrecht an die Wand lehnen und dagegen drücken, dann habt Ihr ein Gefühl wie hoch ca. Euer Druck ist.

      Alle die jetzt mit viel Druck arbeiten und damit zufrieden sind bzw. beste Ergebnisse damit abliefern => super, passt auch T^ die machen es eben etwas anders.

      Der Grundgedanke dieses Threads ist nicht die eine oder andere Arbeitsweise zu verteufeln, sondern dass Ihr Euch einmal Gedanken über das Thema "Druck" macht und somit Eure Arbeitsweise analysiert/überdenkt/anpasst oder was auch immer :D

      Sicherlich fallen Euch jetzt noch zig andere Pro & Contras ein, also raus damit und hier in den Thread posten. Am besten untermauert Ihr Eure jeweiligen Argumente mit Euren gemachten Erfahrungen, dann haben gerade die Neueinsteiger auch einen guten Lerneffekt, hoffe ich mal ;)

      Gruß heli

      Unbenanntes Dokument                    agentur
    • Ich habe jetzt schon mehrfach gelesen (u.a. von Mike Philipps und Todd Helme) das es reicht, bei einer Excentermaschine soweit zu drücken, dass sich das Pad ca. 1-2 Umdrehungen/Sekunde bewegt. Je nach Grundgeschwindigkeit kann das dann mehr oder weniger Druck bedeuten, ist aber wahrscheinlich weniger, als man in so manchem Video sieht, wo sich der Teller nur noch extrem langsam dreht.

    • Hi Heli,

      klasse zusammen gefasst! T^

      Ich konnte mich selbst mit "eigenen Augen" davon überzeugen bei unserem nordischen Treffen. 2 von unserem Team haben das jeweilige Verfahren angewand, einer mit mehr Druck und gaaaanz langsam gefahren und der Andere mit etwas weniger Druck n tucken schneller. Vom Ergebnis beide gleich.

      Da ich ja mit ner Rotierenden angefangen habe, war der Umstieg schon sehr ungewöhnlich und man sollte wirklich mit den Gedanken bei der Sache sein. Währen bei der Rotationsmaschine fast nur mit Eigengewicht gefahren wird und man etwas zügiger über den Lack muss das es sonst zu zu viel Hitzeentwicklung kommt ist das bei der Excenter schon um einiges anders. Also für EIN und UMsteiger aufpassen und vorher überlegen was man da in der Hand hält :D

      Ich denke, jeder sollte oder besser muss für sich die richtige Technik finden und dabei immer drann denken "leicht" anzufangen, nicht nur in bezug auf Druck sondern auch in der Wahl der Waffen, sprich Pads und Politur. Schärfer kann man ja dann noch immer!

      Mein Excenter ist nun auch schon auf dem Weg und ich werde da auch wieder nahe "0" anfangen um zu sehen wie die einzelnen Elemente sich zusammen verhalten.

      Gruß Eiche ;)

    • Klasse Beitrag T^
      Meine Meinung dazu geht auch in die Richtung hin zu weniger Druck, wobei weniger Druck auch hier wieder nicht wirklich aussagekräftig ist. Ich habe deshalb wirklich einfach mal die Waage zur Hand genommen und so geschaut wie viel Druck ich eigentlich aufwende. Jeder der dies probiert wird sehr schnell sehen, wie viel eigentlich weniger Druck bedeutet. Bei mir warens bei normaler Haltung bereits mehr als 7 kg die ich so gedrückt habe.
      Einzig die Frage zum Durcharbeiten der Politur bleibt: bei der Rotationsmaschine arbeite ich fast ausschließlich mit dem Maschinengewicht und keinem zusätzlichen Druck, da die Drehbewegung genug Kraft zum Durcharbeiten erzeugt. Der Druck wird bei der Exzenter durch rein mechanischen bzw. ja dann "physischen" Druck erzeugt. Nehme ich aber bei der Exzenter den Druck weg, rotiert bzw oszilliert das Pad schneller... Vielleicht spielt hier ja der Druck hinsichtlich des Durchfahrens der Politur gar keine sooo die entscheidende Rolle??? ?(

    • Danke Heli. Bin trotzdem gespannt man man dich oder William mal in Aktion bewundern darf ;)

      Noch ein Tipp von mir fürs polieren mit der Exzenter:
      Vorher eine gewissen Hass zum Lack aufbauen, dann ist die Motivation kräftig zu drücken deutlich höher :D

      Im ernst:
      Auf youtube habe ich ein sehr lehrreiches Video zum polieren mit der Rotationsmaschine gesehen (ich glaube das war sogar Meguiars). Dort hat der "Dozent" nur kurz (1 Kreuzstrich) Druck ausgeübt und ist dann mit dem Maschinengewicht weiter gefahren. <&bn

      Ich habe bereits eine Meinung, bitte verwirrt mich nicht mit Tatsachen.

      Mit fränkischem Gruß
      Bärtchen

      Ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil

    • Wahnsinn wie du dir die Zeit nimmst für uns alle im Forum jedesmal sehr informative Posts von deinen Erfahrungen zu schreiben und rüber zu bringen :respekt: also wiedermal ein großes Lob und DANKESCHÖN an dich! T^
      Meine Meinung ist wie Eiche schon sagt als Anfänger klein Anfangen das heißt Kein/Kaum Druck, feine Polituren, kleine Drehzahlen somit ist es wesentlich besser Gefühl zu bekommen. Lieber ein Gang mehr als ein blödes Endergebnis. Im echten Leben fängt man doch auch meist klein an zum Beispiel beim Sport. LG Michel

    • Zuviel Druck macht Dellen =)
      Knack, klonk beim Polieren der Motorhaube

      Ebenso bekommt man mit mehr Druck schneller Hitze in den Lack, gerade an dünnen Stellen & Kanten tötlich.

    • Moin!

      Ich möchte mich für diesen Beitrag einfach nur mal bedanken! Man findet viele How Tos, aber oft wiederholen die sich im Inhalt und unterscheiden sich dann in genau solchen Details ohne diese wirklich zu begründen. Gerade die Tiefe der Materie erfordert tagelanges lesen, oft fallen Begründungen nur in Nebensätzen ohne eine fachliche Begründung. Oder es wird seitenlang über Kleinigkeiten debattiert, dass es einem als blutigen Anfänger einfach schwer fällt zu erkennen was wichtig und was unwichtig ist. Da ist so ein Beitrag wirklich erfrischend und gehört m.M.n. direkt in eure Wissenwertes Rubrik als Artikel!

      Beste Grüße

    • Der Tip, die Waage an die Wand zu drücken, um in etwa zu erkennen welchen Druck man ausübt find ich genial, man muß halt nur draufkommen! °°n
      Überhaupt find ich dieses Forum mit solch hilfreichen Usern und Threads einfach PERFEKT! #0da^
      Ich fühl mich hier Sauwohl, DANKE! <&bn

    • Ich hab schon beide Varianten live gesehen. Einmal beim Heli und einmal beim v2moto. Sind kleine Welten dazwischen, jedoch ist das Ergebnis gleich. (würd ich mal so sagen......)

      Da William soll ja nach mehr drücken wie da v2moto..... :shckd: Jeder hat seinen Weg ans Ziel zu kommen! T^

      Ich hab mich persönlich irgendwo in da Mitte eingeordnet. Eher weniger Druck so Richtung Heli. Ich fahr da lieber noch einen Durchgang.....

    • Hallo zusammen,

      habe mir August ein Flex 3401 geleistet :D und sofort losgelegt.

      Logischer Gedanke: viel Druck / hartes Pad / viel Korrektur / schnelles Arbeiten, juhu und super
      Habe aber lernen müssen, dass nach 1 Koftlügel und 2 Türen die Arbeit beendet war. War platt und die linke Schulter hat gestreikt :(

      WernerM (vielen Dank dafür) hat mir eine Frage gestellt: "Warum lässt Du nicht die Maschine für Dich arbeiten"?

      So, jetzt wenig Druck, machmal wenn nötig etwas mehr davon und lieber einen Durchgang mehr wenn nötig und das Ergebnis ist das selbe! _LAMPE

      Die "alten Hasen" wissen schon von was sprechen!! T^

      LG


      epe

      Gruß
      pepe

      The post was edited 1 time, last by pepe ().

    • Jones wrote:


      Zuviel Druck macht Dellen =)
      Knack, klonk beim Polieren der Motorhaube

      Ebenso bekommt man mit mehr Druck schneller Hitze in den Lack, gerade an dünnen Stellen & Kanten tötlich.

      Genau das ist mir bei meiner Testmotorhaube auch die ganze Zeit passiert.

      Die Motorhaube war hier und da aber auch ziemlich im Eimer und da sie nur ein Testobjekt ist war meine Schmerzgrenze relativ hoch. Außerdem wollte ich sehen was mit der Exzenter geht. Ich muss dazu sagen das es eine DAS6 ist, also ohne Zwangsrotation.

      Nur mit dem Eigengewicht der Maschine und Ultimate Compound ging da fast gar nichts. Schon bei ein bisschen mehr Druck bog sich die Haube direkt durch, was mich aufgrund meiner Einstellung zu dieser Haube aber nicht vom Weitermachen abhielt. Nach 3-4 Kreuzstrichen war mein Ziel dann auch erreicht und wirklich warm geworden ist die Haube auch nicht.

      Wie ich mich bei meinem hoffentlich dieses Wochenende stattfindenden ersten Versuch am "lebenden" Objekt verhalten werde wenn es Klonk macht weiß ich allerdings nicht. Der Testmotorhaube waren hinterher aber auch keine bleibenden Dellen anzusehen, das Blech sprang zurück in seine ursprüngliche Form.

      Gruß
      Jochen

      BMW 525iA E61

    • Im Grunde ist das mitm Druck ne relativ einfache Rechnung. Je mehr Druck man aufbringen kann, umso schneller kann man (theoretisch) fahren. Logische Konsequenz zum schonenden Arbeiten: Weniger Druck, langsamer fahren.
      Das Eigengewicht einer DAS6 wird natürlich für eine ordentliche Defektkorrektur nicht reichen, man darf aber auch ruhig noch den Stützteller sehen (gelle Ebus :cursing: ). Auch hier gilt wie fast überall, in der Ruhe liegt die Kraft.

      Show it Off's: Porsche Boxter

    • Wenn der Lack nicht warm wurde, bist du viel zu schnell gefahren und oder hast zu wenig gedrückt. Ca. 1cm/Sek. Ist optimal. Aber auch die Fläche von 40x40 nicht überschreiten. Sent from Tapatalk

      v2.moto SignaturUnbenanntes Dokument

      Gruß Markus

      Wie wasche ich mein Auto richtig | Mein Golf 1 Cabrio | Porsche 911 G | Audi Urquattro

    • Hallo zusammen. Ich habe lange nach diesem Thema gesucht.
      Erst einmal finde ich Helis bericht klasse und deswegen ein ganz großes #0da^ . Im Frühjahr wenn der 1er wieder seine Wellnesskur bekommt versuche ich mit der DAS6 mit 3-5kg über den Lack zu bewegen und gucken was sich da tut. Natürlich denke ich das zu guten Ergebnissen auch die "richtigen " Pads und Politur gehören.
      Vielleicht wage ich auch mal ein Show it off in dem ich 50/50 Fotos mache und Ergebnisse mitteile.

      Schönen Sonntag euch allen!

    Achtung ab dem 25.5.2018 greift die DSGVO, weitere Infos dazu findet Ihr hier: Datenschutzerklärung, Nutzungsbestimmungen und Forenregeln.