Grenzen des Lackes / Wann ist Schluss mit Lackaufbereitung?

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    • Grenzen des Lackes / Wann ist Schluss mit Lackaufbereitung?

      Hallo zusammen,

      ich habe nun vieles duchgelesen und so manchens "Show it of" begutachtet. In vielen Fotosstories steht, das das Auto beispielsweise nach einer Saison (1x im Jahr) kokplett aufbereitet wird, da sich Swirls, Grauschleier gebildet haben. Und dann wird mit Schleifpolitur, etc gearbeitet -> abrasiv. Auch wird häufig die Lackdichte gemessen. Nun meine Frage, wann ist Schluss mit Aufbereitung bzw. Lackschicht-Abtrag? Wenn man das Auto ein mal im Jahr mit Schleifpolitur bearbeitet, dann ist doch der Lack in ein paar Jahren weg?!

      Gruss

      Bim

      E21 323i
      E39 520i
      E39 540i

    • ich sag mal 95% der user hier, welche über Jahre ihr eigenes Auto aufbereiten, tun dies sehr mild.

      Darum wird ja auch die Fahrzeugwäsche so thematisiert. Hat man die verinnerlicht entstehen über das Jahr nur minimale Spuren, die dann i.d.R. mit einer Finish-Politur (sehr mild) schon behoben sind.

      Da ich kein Messgerät hab, kann ich nicht mit Daten dienen, aber ich hab zumindest bisher von keinem gelesen, der sich beim eigenen Auto den Lack (großflächig) wegpoliert hat, weil er zu häufig poliert hat.

      Aber bin gespannt auf andere Statements, da haben sicher grade auch die prof. Aufbereiter einen Erfahrungsschatz ;)

    • Schluß mit der Lackaufbereitung ist, wenn du Angst haben musst, durch den Klarlack zu polieren ;)
      Nach ein wenig Googeln habe ich den Aufbau einer Werkslackierung hier gefunden. Demnach ist der Klarlack etwa 40 µm dick. Wenn du nicht gerade mit groben Schleifpasten und Lammfell / Wollpad polierst dann trägst du bei einem üblichen Politurgang nur so etwa 1-3 µm Klarlack ab (hab ich aus diversen Messungen aus Show-It-Offs heraus gelesen). Wenn du also 1 mal im Jahr polierst, dann kannst du so ca. 20 Jahre lang polieren...

      EDIT: Natürlich muss man an Kanten sehr aufpassen, da hier der Lack insgesamt dünner ist (klar, der will ja weg fließen von der Kante). Da ist man dann auch schnell mal "durch" wenn man nicht auspasst. Daher bin ich dazu übergegangen, diese abzukleben und nur im Finishing-Durchgang vorsichtig drüber zu fahren.

    • bimmer wrote:

      Wenn man das Auto ein mal im Jahr mit Schleifpolitur bearbeitet, dann ist doch der Lack in ein paar Jahren weg?!

      Gruss

      Bim


      Hallo,

      dann hast leider nicht genau gelesen, man macht erst mal eine ordentliche Aufbereitung, je nach Lackzustand (Schleif, Feinschleif oder Hochglanzpolitur) und anschließend versucht man mit bester Nachpflege (2-Eimer Wäsche und schonenden Trocknen usw) den Zusand so lang wie möglich zu erhalte, dies ist ja nach Nutzung bis zu 2-3 und mehr Jahren möglich. Hat sich zwischenzeitlich neuer Grauschleier oder leicht Kratzer gebildet, reicht oft ein Lackreinger (Pre-Cleraner) aus, höchstenes jedoch eine Hochglanzpolitur um den ursprünglichen Glanz wieder herzustellen. Bei diesem Nachpflegen wird in der Regel nur minimal Lack abgetragen ca. 1/2- 1 µ und bei ca. 20-25 µ Klarlack sollte das sehr lang reichen bis man dann wirklich durchpoliert

      Meis sit dann schon ein neuer Wagen da ;)

      Gruß heli

      Unbenanntes Dokument                    agentur
    • Das hab ich vorhin in der Mittagspause entdeckt:

      Grundierung: 18 µm
      Füller: 15-20 µm
      Basislack 12-15 µm
      Klarlack ~45 µm

      Quelle: auto-motor-und-sport.de/bilder…_item=18#fotoshow_item=17

      Der Rest des Berichtes ist nicht wirklich empfehlenswert.

      Gruß

      "Ich habe nichts gegen Elektroautos. Es ist bloß so: Ich bevorzuge V8-Motoren. Das ist mein Dienst an der Menschheit." Jeremy Clarkson

    • Hi Leute,

      Ich habe heute eine nette Diskussion gehabt mit einem studierten Chemiker.
      Darin gings das es nicht ratsam ist den Lack zu polieren da dieser nicht homogen aufgebaut ist und ab dem ersten Polieren die Schutzschicht die gegen das Verwittern und für die Kratzfestigkeit verantwortlich ist weg ist und es auch keine Produkte gibt die den schnelleren Verwitterungsprozess aufhalten können.

      Jetzt bitte eure Meinungen dazu. Vielleicht auch schon paar Fachkundigen ;)

      glg

    • Wenn er mit "Schutzschicht" unseren heiß geliebten Klarlack meint, dann stimmts.

      Kannst ihn aber beruhigen, jene Klarlackschicht hat eine gewisse Schichtstärke (sagen wir 20µm),
      die wir nur je nach Arbeitsaufwand um wenige µm minimieren, nicht eliminieren :D

      Durchpolieren schadet nicht nur dem farbgebenden Basislack, sondern auch dem optischen Eindruck ;)
      Aber soweit wollen wir es ja nicht kommen lassen.

    • Ne wir haben davon geredet das der Klarlack selbst nicht homogen ist. Und der selbst dann schneller verwittert.
      Hab das selbst noch nie gehört
      Deswegen meine Rede.

      /edit: sry hab mit Lack im vorigen Post den Klarlack gemeint, ist mir jetzt erst der Fehler aufgefallen

      Das mit durchpolieren bis auf den Basislack ist schon klar ^^

    • @Wimmsi, kann der Chemiker etwas zum Aubau des Klarlacks sagen, also was meint er mit nicht homogen und was soll die Schutzschicht sein?
      2k Lack sollte eigenlich schon homogen vernetzt sein, sonst ist der nicht stabil und hat Spannungen, welche später reissen.

      Habe gerade mit einem Lackierer von BMW gesprochen, die polieren auch Autos frisch aus der Lackiererei (Ausbesserung). Er meinte, die polierten Stellen zeigen keinen Unterschied zu unbehandelten über Lebensdauer.

      Die 45um sind auch eher unteres Maß, typ. sind eher 50um-60um, sagt er.

    • Also ich persönlich halte nicht viel von dieser Meinung da meine Erfahrungen zeigen, dass ein Lack nach dem 1. mal polieren nicht "weicher" oder anfälliger für Kratzer wird - Lack ist kein Brot das gebacken wird und dann außen ne harte Schale hat und innen einen weichen Kern. Sobald der Lack ausgehärtet ist würde ich schon sagen, dass er (mehr oder weniger) durchgängig die gleiche Härte hat.

      Beweisen kann ich das natürlich nicht ;-) Aber mach doch einfach mal mit deinem Kumpel eine Aufbereitung an seinem Auto dann wird er eventuell sehen, dass Theorie und Praxis manchmal 2 Paar Schuhe sind *g*

      Die Polierpads passen sich der Orangenhaut sehr gut an, sonst würdest du den Unterschied zwischen einem polierten und einem unpolierten Bauteil schon an der unterschiedlichen Orangenhaut erkennen - was definitiv nicht der Fall ist.

      Gruß

      Christian

      "Ich habe nichts gegen Elektroautos. Es ist bloß so: Ich bevorzuge V8-Motoren. Das ist mein Dienst an der Menschheit." Jeremy Clarkson

    • Ausserdem sind heutige Klarlacke sehr wohl homogen. Vielleicht nicht zu 100%, besonders an den Kanten, aber die Behauptung hört sich eher nach Schleiflack aus dem 19. Jahrhundert an, da man damals nur sehr dünn lackieren konnte.

      Die heutigen Klarlacke verlaufen allerdings sehr gut und bilden natürlich auch eine nahezu perfekte homogene Fläche.
      Lack-Zellulite oder Orangenhaut ist natürlich immer mal möglich, kann dann aber auch am Menschen, also dem Lacker liegen.

      Ich würde darauf nichts legen, wie Himmel schon schrieb, nach einiger zeit ist ein Lack durchgehärtet. Selbst wenn Du da 3 µm
      abträgst, wird er darunter genau fest sein.
      Ich traue mich sogar zu behaupten, dass er dadurch weniger schnell verwittert, weil Schmutz schlechter anhaften kann...

      Aber ich bin ja kein Chemiker, der sich mit Lackaufbereitung gut auskennt... :smb:

    • Na ja Leute,

      mit jeder Politur wird der (Klar)Lack "angegriffen und ein wenig zerstört", dessen sollte man sich immer bewusst sein.

      Je weniger Klarlack und auch der damit verbundene UV-Schutz, je mehr ist der Lack den Witterungsbedingungen (Vogelkot, Baumharz, Saurer Regen , Schneefall, Sonneneinstrahlung, Luftverschmutzung usw.)ausgesetzt. Klar wird nach der Politur der Lack von uns "verrückten" wieder mit Wachs/Versiegelung geschützt. Diese Mittel haben jedoch leider nicht die 100% Eigenschaft einer Klarlack-Schutzschicht.

      Das jetzt ein Auto durch umsichtiges und vorsichtiges polieren zerstört wird ist dennoch eher selten. Hat man einen Wagen jedoch zig Jahre (10 und mehr) in seinem Besitz und poliert diesen jedes Jahr mit dem vollen Programm und setzt den Wagen dann auch noch ständig der Witterung aus (Laternenparker) dann kann es über die Zeit gesehen zum Ende hin schon kontraproduktiv sein, die viele Poliererei. Dieser Fall kommt jedoch eher selten vor.

      Dieses Wissen immer im Hinterkopf behalten beim polieren, nicht umsonst macht man ja einen Testspot um so wenig wie möglich Klarlack abzutragen

      Gruß heli

      Unbenanntes Dokument                    agentur
    • Dies bezieht sich dann aber ja nur auf die Aussage wenn man jedes Jahr das volle Programm fährt.

      Wenn man es einmal richtig macht und danach nur mit einer Hochglanzpolitur arbeitet oder sogar nur mit einem Precleaner sollte das doch eigentlich alles gut gehen oder nicht?

      Andererseits könnte man sich auch die Frage stellen, wie gesund ist die Waschanlagenkratzerbildung in der Waschanlage nach Jahrelanger wäsche. Denn da geht doch auch Klarlack flöten sonst würden doch keine Kratzer entstehen oder? ?(

    • Hallo Leute!

      Weil ein paar Beiträge weiter oben "eine Diskussion entstanden" ist wegen der Schutzschicht für den Klarlack: Um den Klarlack zu schützen ist doch das Wax oder die Versiegelung da; oder habe ich da was falsch verstanden?

      mfg
      Georg

    • georg1975 wrote:

      Um den Klarlack zu schützen ist doch das Wax oder die Versiegelung da; oder habe ich da was falsch verstanden?


      Kommt drauf an, was du unter Schutz verstehst. Was für einen Schutz erwartest du von einer Schicht weichen Wachses oder Polymerversiegelung, die eine Dicke von deutlich weniger als einem µm haben?

      Ein gewachster oder versiegelter Lack lässt sich leichter reinigen und besser trocknen. Dadurch, dass sich der Schmutz schon leichter bei der Vorwäsche löst, verkratzt der Lack vermutlich auch nicht so leicht. Aber direkt gegen Kratzer schützt das nicht. Auch der UV-Schutz dürfte verschwindend gering sein.

      Allein den Keramikversiegelungen von Sonax, CarPro, Gtechniq usw würde ich eine leichte Schutzwirkung zusprechen, da sie resistent gegen die meisten Reiniger sind und so zäh, dass sie nur mit einer maschinellen Politur entfernt werden können. Angeblich bilden sie auch eine Schicht von 1 µm, also etwa der Tiefe von Swirls. Das könnte also als Opferschicht gegen leichte Waschswirls wirken.
    • Sodalla,

      Also mal danke an alle, also kann man sagen das der Lack selbst doch homogen ist. Weil bei der Diskussion ist es darum gegangen das derjenige gemeint hat das der Klarlack auf dem ersten µm eine Oberflächenspannung besitzt und diese durch polieren zerstört wird. Weiteres haben wir dann noch über das glätten gesprochen und er meinte das es 3 Werte gibt (Shortwave, Longwave, RA-Wert) und das man durch polieren die ersten beiden zerstört, was auch wieder nicht gut für den Lack ist ^^.


      Natürlich keine Ahnung von was er da geredet hat, da ich nichts mit den ersten 2 Begriffen anfangen kann.


      glg

    • Hi Wimmsi,

      das mag schon alles sein vom, aber wenn Du schon so einen gelehrten Mann zur Diskussion hast, dann wäre es doch gut gewesen Dir alles haargenau erklären zu lassen bzw. so darstellen zu lassen das auch wir Laien es verstehen. So hat der gute Mann leider mehr für Verwirrung gesorgt , schade.

      Gruß heli

      Unbenanntes Dokument                    agentur
    • Würde mich auch interessieren, da Short- und Longwave an sich keine Zustände einer Oberfläche sind, sondern lediglich Aufschluß über das Testverfahren der Verlaufsstörungen geben (Wavescan). Dabei erfasst man meines Wissens nach Störungen, die eine längere Wellenlänge haben (0,3-12 mm) als z.b. die typische Orangenhaut. Ra ist einfach nur ein mittlerer Rauheitswert, welchen wir ja gerade verbessern wollen, salop gesagt also der mittlere Wert zwischen den Bergen und Tälern im Klarlack.
      Würde mich wirklich interessieren, was er mit diesen Aussagen konkret gemeint hat, da ich auch kein Lackierer bin und es natürlich in jedem Fachbereich unterschiedliche Auffassungen gibt.

      Show it Off's: Porsche Boxter

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