Bild der Ausgangslage und Beschreibung: Mit dem Besitzer kam ich hier über das Forum in Kontakt. Der Wagen hat die üblichen Gebrauchsspuren und wurde per Handwäsche gepflegt, da für die Waschanlage die Maße des Fahrzeuges einfach zu ausladend sind. Das Problem daran ist das man sich mit der falschen Handwäsche mehr kaputt macht als wenn man in die Waschanlage fährt. Denn gerade beim anschließenden Trocknen mit einem üblichen Leder wird der Lack stark in Mitleidenschaft gezogen. Das ganze sollte aber nach unserem Forentreffen und der Beratung vor und nach der Aufbereitung nie wieder der Fall sein.
Die Herausforderung bei dem Fahrzeug war nicht nur die schiere Fläche die zu korrigieren war, sondern auch die schwer zugänglichen Stellen wie das Dach und die hohen Teile des Fahrzeuges. Selbst bei der Motorhaube war Bergsteigen angesagt. Die Lackfläche war ungefähr wie 2 normale Mittelklasse-Fahrzeuge. Der Lack hatte eine mittlere Härte und eine Gesamtschichtdicke vom 220-240µm. Das Hardtop hingegen war knüppelhart.
Der Schaum hielt recht lange in diesem Mischverhältnis. So konnte ich in Ruhe das Fahrzeug einschäumen. Nach 10 Minuten kam dann das Abspülen mit dem Hochdruckreiniger. Nun wurden die Felgen mit Felgenreiniger eingesprüht.
Als Reiniger nutzte ich Valet Pro - Bilberry Wheel Cleaner in der Mischung 1:4 mit Wasser. Das Ganze durfte 10 Minuten einweichen und wurde zwischendrin einmal mit dem Pinsel aufgeschäumt und dann mit dem Hochdruckstrahler abgespült.
Danach folgte die 2 Eimerwäsche. Als Shampoo nutzte Meguiars Hyperwash. 80ml auf 15L Wasser zusammen mit dem Fix 40 Waschhandschuh. Und die Trocknung mit dem Trockentuch sowie dem Orange Babies Nun ging es ans Kneten. Hierzu verwendete ich die die Reinigungsknete zusammen mit dem Final Inspection Detailer #34 von Meguiars. Nach wenigen Zügen war jedoch ein erneutes Durchkneten von Nöten da sich sehr viele Ablagerungen trotz gründlicher Wäsche auf dem Lack befanden. Gerade im Schwellerbereich war die Reinigung mit der Knete sehr zeitaufwendig. Nach nur 2-3 mal hin und her sah die Knete so aus:
Die Fahrzeugreinigung war abgeschlossen und ich konnte mit dem nächsten Arbeitsabschnitt fortfahren.
Defekt-Korrektur:
Vor jeder Defekt-Korrektur sollte man sich erst einmal ein Bild der Schäden machen. Erst nach einer gründlichen Reinigung kann dies erfolgen. Mit gutem Licht wird so schnell ersichtlich was getan werden muss. In dem Fall zeigten sich mittlere Defekte aus Swirls und Haarlinienkratzern. Keine Hologramme oder Vermattungen waren erkennbar wie zum Beispiel durch eine nicht fachgerechte Politur entstehen.
Von Weitem war es gar nicht so schlimm. Es täuschte aber durch die Größe des Fahrzeuges ein wenig.
DIe Motorhaube hatte es am schlimmsten getroffen.
Aber auch das Heck war nicht ohne.
Danach wurde der Wagen erst mal abgeklebt. Dazu fand das übliche 3M Band Anwendung. Danach gings an die ersten Polierversuche was am besten gehen würde. Auswahl war ja genug da:
Gerade der Vergleich von 2000 zu 2500 hatte mich auf diesem Lack sehr interessiert. Zuerst einmal die 2000. Mit der Makita Rotationsmaschine auf Stufe 1 kurz verteilt und dann mit 1800-2000 U/min verarbeitet.
Eigentlich eine gute Paste denn im zweiten Gang war alles so weit verschwunden was verschwinden sollte. Praktisch da 2 Durchgänge genau das waren was man brauchte. Dagegen die 2500 mit ein wenig mehr Biss bei gleicher Verarbeitung:
Auch hier war ein zweiter Gang notwendig der dann jedoch mehr als ausreichend Lack abgetragen hätte. Vorab also einfach eine stärkere Paste zu nehmen ist also nicht immer richtig. Denn sobald ein zweiter Gang notwendig wird sollte man sich überlegen ob die vermeintlich schwächere Paste nicht nützlicher ist da man so nicht übers Ziel hinaus schießt.
Auf dem Dach durfte es dann ein wenig mehr sein. Hier kam ein Gang PG 1000 zum Einsatz und ein Gang PF 2500
Das Arbeiten auf dem Dach war in so weit problematisch da man sich recht weit vorbeugen musste. Mit einer guten Leiter jedoch erträglich. Danke Dirk für die tolle Halle und das tolle Equipment.
Bei dem Wagen wurde grundsätzlich variiert was die Pasten und was die Pads anging. Nicht nur Schaumstoff kam zum Einsatz. Sondern auch das Lake Country Woolpad und das 3M Lammfell wenns mal enger wurde. Gerade das Lake Country und die 2500 waren eine super Kombination die gerade auf den großen Flächen ein recht zügiges Arbeiten gewährleistete. 1500 U/min und ordentlich Druck schafften fast alles in einem Aufwasch. Leider nicht ganz ohne Hologramme.
Zur Veranschaulichung welche Verbesserung eintrat weitere 50/50
Die neuen Trockenschleifmittel funktionieren fantastisch und sind schnell Einsatzbereit wenn man nicht noch 4 mal mit dem Pad über den Lack will. In dem Fall die 3000 Körnung und schön vorsichtig im rechten Winkel zum Kratzer. Nach 5-6 Zügen einfach ausklopfen und weiter so lange bis der Kratzer weg oder verschliffen ist. Danach ein Gang mit einem harten rot/weiß Pad oder dem Lammfell und der 2500.
Um die Hologramme zu beseitigen wurde der Wagen nun noch ein mal mit der Menzerna SF4000 nach gearbeitet. Die Paste in Verbindung mit dem gelben mittelharten Rot/weiß Pad wurde gut mit den Hologrammen fertig und erzeugte einen wunderschönen Glanz. Um zu kontrollieren ob das Ganze auch Wirkung zeigte wurde der Wagen in die Sonne gefahren.
Klasse! Die Kombi klappte und wurde übers ganze Fahrzeug angewandt. Auch im Scheinwerferspot machte das ganze eine gute Figur.
Nun konnte der letzte Arbeitsabschnitt angegangen werden.
Das Ganze mit dem schwarzen, gewaffelten rot/weiß Pad und der TS24-EX auf Stufe 3 mit nahezu keinem Druck.
Das Dodo Supernatural folgte dann mit eine gelben Lupus Auftragpad von Hand.
Dem Auspuff wurde mit Poliermittel zu Leibe gerückt.
Leider war dann auch der dritte Tag zu Ende und spät am abend gibts keine Sonne mehr. Ich denke aber es sind trotzdem ein paar schicke Finishbilder dabei. Die Räder und Kunststoffteile wurden noch mit Meguiars Hyper Dressing geschwärzt und die Scheiben mit dem CB88 Fensterreiniger gereinigt
- Gesamtdauer der Aufbereitung 22 Stunden.
Danke fürs Lesen
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